Kangaroo Island

1.04.2007 Flinders Chase NP

Während der Nacht klopfte zwischendurch der Regen auf unser Dach. Wir nahmen es deshalb am Morgen gemütlich und Frühstückten bei grauem Himmel im Freien. Nach dem Abwaschen wollten wir zum Flinders Chase Nationalpark aufbrechen. Ein längeres Gespräch mit unseren Campingnachbarn verzögerte den Aufbruch etwas. Beim Visitor Centre bezahlten wir die Parkgebühr und informierten uns über die Möglichkeiten zum Wandern. Als erstes besuchten wir die Remarkable Rocks, schöne, bizarr geformte Felsen an der Küste des Parks und anschliessend den Admirals Arch, ein Bogen an der Küste, um den herum sich viele neuseeländische Seelöwen von ihrer Jagd erhohlen. Nach dem Besuch des Admiral Arch brach die Sonnen durch die Wolkendecke und Nicole wollte unbedingt noch einmal zu den Remarkable Rocks. Anschliessend war eine Wanderung bei der Snake Lagoon angesagt. Sie führte uns durch dichten Baumbestand und Buschwerk entlang des Rocky River an eine wunderschöne Bucht. Zum Abschluss des Parkbesuches machten wir den Rundgang vom Visitor Centre zu den Platypus Waterholes. Der Rundgang war sehr schön, ein Platypus haben wir aber nicht zu Gesicht bekommen. Zurück beim Campingplatz genossen wir eine Dusche und machten unser Nachtessen bereit. Müde gingen wir zu Bett.

2.4.2007 Fahrt Kangaroo Island - Adelaide

Leider mussten wir heute die wunderschöne Kangaroo Island bei viel Sonnenschein und einigen Restwolken wieder verlassen. Weil die Fähre erst um 1h30 fuhr, genossen wir den Morgen auf dem Campingplatz und machten den nahe gelegenen Koala Walk. Beat und ich sind Spürnasen in Bezug auf Koalas. Beat wollte mir nicht auf Anhieb glauben, dass man Koalas riechen kann. Da neben unserem Stellplatz gleich zwei Eukalyptusbäume mit einem Koala waren und dieser die ganze Zeit über auf diesen beiden Bäumen blieb, hatten wir genügend Zeit, die Tiere zu beobachten und meine Aussage betreffend Geruch zu verifizieren. Man kann sie nicht nur riechen, sondern auch hören. Der Koaladung ist sehr kompakt und hart, so dass man das Aufprallen des kleinen, Schokoeier grossen Dungs sehr gut hören kann. Auf unserem Koala-Walk sahen wir dank unseren Spürnasen 7 Koalas. Wir rochen jeweils, auf welchem Baum er sitzen müsste und mussten nur noch die Astgabelungen nach schlafenden Koalas absuchen. Nebst Koalas sahen wir jede Menge Wallabies. Danach war Abwaschen angesagt. Wir konnten von der Küche aus einige andere Camper beobachten. Plötzlich holte jemand den Fotoapparat aus seinem Zelt und rannte davon. Beat und ich erledigten unseren Abwasch und spazierten zurück zu unserem Mobil. Ich schnallte mir den Fotoapparat um und spazierte neugierig davon. Eine ganze Reihe von Menschen hat sich an einem Ort versammelt, da muss doch einer der Koalas am Boden sein. Tatsächlich, als ich etwas näher kam, sah ich, wie der Koala neugierig an diveresen Säcken und Abfalleimern schnupperte. Plötzlich ertönte Lärm vom Rangerhaus und der Koala bekam Angst. Er rannte zum nächsten Baum, nahm Anlauf und sprang hinauf. Es war wirklich ein Erlebnis, den Koala in voller Aktion zu sehen. Die sind doch schneller, als man meint. Mit einigen schönen Bildern im Kasten machten wir uns definitiv auf zur Fähre. Wir assen auf einem schönen Aussichtspunkt ganz nahe bei der Fähre unser Mittagessen und besprachen den weiteren Verlauf unserer Reise. Bei Adelaide suchten wir einen Telstra-Shop auf und kauften uns eine mobile USB-Karte, damit wir unsere Homepage bequemer aufdatieren und auch unsere Emails etwas regelmässiger abfragen können. Jetzt sind wir nicht mehr an anonyme Internetzugang-Spender oder Internet-Cafes angewiesen. Im Telstra-Laden bot uns der Verkäufer an, alles gleich zu installieren, so dass wir bis Ladenschluss vor Ort blieben und das Setup erstellten. Danach war es höchste Zeit, sich nach einem Campingplatz umzusehen und das Nachtessen zu kochen. Etwas ausserhalb von Adelaide wurden wir fündig. So direkt neben dem Highway richteten wir uns auf eine eher laute Nacht ein. Da dies nur ein Stopover war, störten wir uns nicht weiter daran und freuten uns bereits wieder auf die nächsten ruhigen Nationalparknächte.