Hervey Bay - Brisbane (5. - 7.)

05.08.07 Hervey Bay - Brisbane

Den heutigen Morgen gingen wir in aller Ruhe an. Nach dem gestrigen wunderbar warmen Tag (30° C) sowie den warmen Tagen auf Fraser Island waren wir von der Kälte der Nacht und des Morgens sehr überrascht. Ich vergrub mich tief in meinem Faserpelz und genehmigte mir mein Frühstück draussen an der Sonne, aber das Zittern nahm kein Ende, so dass ich mich letzlich in den Campervan zurück zog und hier mein Frühstück beendete. Beat war sowieso drinnen geblieben, um noch einige Arbeiten am PC zu erledigen.
Um 9h30 fuhren wir los Richtung Noosa Heads. Beide waren wir gespannt, was uns Noosa Heads mit seinem gleichnamigen Nationalpark zu bieten hatte. In Hervey Bay erledigten wir noch den Carwash, um unseren Campervan vom Sand und Salz zu befreien. Danach stoppten wir noch kurz bei einem IGA, um Haushaltpapier und Abwaschmittel zu besorgen. Danach ging es gemütlich weiter auf dem Bruce Highway bis Cooroy.
Wir erspähten einen Subway sowie einen freien Parkplatz, den wir kurzerhand ansteuerten. Die Mittagszeit hatte sich nicht nur auf der Uhranzeige, sondern auch in unseren Mägen angekündigt. Genüsslich verschlangen wir das frische, warme Sandwich. Es waren nur noch 22 km zu fahren bis zu unserem Tagesziel, so nahmen wir den kleinen Rest unter die Räder und tranken das Coke Zero während der Fahrt.
Noosa Heads überraschte uns in mehrfacher Hinsicht sehr. Einmal waren wir geschockt über das Verkehrsaufkommen, das Gedränge in den Strassen, wo sich die Leute fast auf den Zehen standen, und über die riesigen Hotel- sowie Appartment-Anlagen, die ebenfalls dicht beieinander standen. Zum andern waren wir erstaunt, dass weit und breit kein Campingplatz ausgeschildert war oder erspäht werden konnte. Beat und ich sind uns solche Menschen- und Automassen überhaupt nicht mehr gewöhnt. Beide waren wir enttäuscht, suchten aber dennoch einen Parkplatz nahe des Information Centres. Glücklicherweise verliess ein Wagen seinen Parkplatz, so dass wir uns in die freie Lücke quetschten. Froh, wenigstens ein Plätzchen für unseren Campervan zu haben, spazierten wir zur Information. Hier wurden wir mit Kartenmaterial und einigen kurzen Informationen eingedeckt, denn auch hier an der Information standen die Leute Schlange. Völlig entgeistert, beschlossen wir, uns mit einem Eis zu bewaffnen und dieses am Strand zu schlemmen. Hier studierten wir auch gleich die erhaltenen Unterlagen. Für uns war rasch klar, dass es hier kein lauschiges Plätzchen für uns gab. Der Entscheid, nach Brisbane zu fahren, war rasch gefällt und wir eilten zurück zum Fahrzeug. Immerhin besuchten wir noch den Lagoon Lookout, der aber ebenfalls eher enttäuschend war, da die Sicht auf die Lagune von hochgewachsenen Bäumen ziemlich stark verdeckt war. Normalerweise schätzen wir die majestätischen Bäume sehr, aber bei einem Lookout möchten wir die Aussicht geniessen. Jedenfalls suchten wir uns von hier aus einen Campingplatz für Brisbane. Telefonisch sicherten wir uns ein Site im gewünschten Campingplatz, so dass wir die ca. 150 km gemütlich angehen konnten.
Unterwegs erspähten wir ein Hinweisschild auf eine Ginger Factory in Yandina. Rasch entschlossen verliessen wir den Bruce Hwy und steuerten zur Fabrik. Hier verschmähten wir die Themen-Tour, die mit einem alten Zuckerrohr-Zug und dem Gingerman (Biskuit-Figur) durch die Gartenanlage der Fabrik sowie Zuckerrohr- und Ingwerfelder geführt hätte. Aber im Laden guckten wir uns intensiv um und kehrten mit einem ganzen Karton voller Köstlichkeiten zum Campervan zurück. Gleich gegenüber der Ginger Factory lockte noch die Macadamia Factory mit einem Laden. Auch diesem statteten wir einen Besuch ab und kehrten mit exklusiven Macadamianuss-Päckchen zurück, nachdem wir sogar einige Sorten degustieren durften. Einfach köstlich diese Nüsse und zwar in allen Variationen. Die Ginger Factory war gegenüber der Macadamia Factory sehr knausrig mit Degustationen.
In einem Vorort von Brisbane hielten wir nochmals an und genehmigten uns ein Nachtessen bei Hungry Jacks. Da wir den Campingplatz erst bei Dunkelheit erreichen würden und die Temperaturen nach Sonnenuntergang doch sehr frisch sind, wollten wir nicht mehr selber kochen.
Um ca. 18h30 checkten wir ein und erhielten alle relevanten Informationen für unsere morgige Stadtbesichtigung von Brisbane. Nachdem wir uns auf dem Site eingerichtet hatten, checkten wir unsere Emails, erstellten den Tagebucheintrag, wählten die für uns relevanten Punkte in Brisbane aus und legten uns einen "Marschplan" für Brisbane zurecht. Danach lasen wir noch ein wenig und sanken müde in unser Bett.

6.08.07 Brisbane

Heute Morgen gingen wir es einmal mehr gemütlich an. Während Nicole noch im Bett lag, nutzte ich den Umstand, dass wir einen ungesicherten Wireless-Internetzugang direkt auf dem Campingplatz gefunden haben, um meine Bewerbungsdaten bei der Swisscom zu erfassen und eine Bewerbung zu versenden. Anschliessend nahmen wir das Frühstück ein und machten uns startklar für die Besichtigung von Brisbane. Mit dem Bus waren wir innert 20 Minuten im Zentrum. Wir besichtigten das Stadtzentrum und deckten uns in verschiedenen Shops mit Mitbringseln ein. Im Botanischen Garten genehmigten wir uns eine Diet Coke. Anschliessend marschierten wir zu den South Bank Parklands und weiter über die Victoria Bridge zur Anlegestelle der Inner City Ferries. Wir bestiegen eine Fähre und wollten zur Story Bridge fahren. Die Fähre schaffte es gerade bis zur nächsten Anlegestelle und blieb dort mit einem Schaden stehen. Wir verliessen die Fähre, liefen 5 Minuten bis zur Anlegestelle der CityCat Ferries und fuhren mit dieser zurück zur Victoria Bridge. Es war ca. 16 Uhr und wir hatten etwas Hunger. Also beschlossen wir wieder Ins Zentrum zu gehen und dort etwas zu essen. Wir kauften in einem Foodcourt zwei feine thailändische Gerichte und stillten unseren Hunger. Danach besorgten wir uns noch weitere Mitbringsel und machten uns auf den Weg zurück zum Campingplatz. Der Bus war voll besetzt und wir verpassten in der "Hitze des Gefechts" die richtige Haltestelle. Wir marschierten also eine Haltestelle zurück und waren um ca. 18 Uhr auf dem Campingplatz. Wir verstauten die eingekauften Waren, arbeiteten an einem weiteren Fotobuch, lasen und erledigten den Interneteintrag. Nicole ging am Abend nochmals ins Zentrum, um Fotos zu machen. Ich erledigte noch einige Arbeiten und legte mich anschliessend schlafen.

07.08.07 Brisbane

Nachdem ich gestern abend die Fotos noch reingeladen hatte, aber immer ungewöhnliche Meldungen erhielt und die ausgewählten Bilder nicht ins Internet stellen konnte, bat ich Beat heute morgen, zu prüfen, was nicht in Ordnung ist. Er hatte keine Probleme die Bilder anzusehen und ins Internet zu stellen. Zumindestens waren die Fotos noch da und ich war erleichtert. Beat arbeitete noch bis nach dem Frühstück am Computer und ich erledigte kurz den Abwasch. Danach stopften wir unsere Wäsche in zwei freie Maschinen.
Während der Wasch-Wartezeit startete ich den Computer und wollte die Fotobücher mit den Fraser-Island- und den Brisbane-Bildern ergänzen. Irgendetwas war ungewöhnlich, denn die Pfade zu den gewünschten Dateien waren nicht mehr vorhanden. Als ich diese erneut eingeben wollte, waren sämtliche Dateien unserer Fotos weg. Panik ergriff mich und ich bat Beat um Rat und Hilfe. Beide starrten wir nun ungläubig in den Computer und suchten nach den Dateien, aber da war nichts mehr vorhanden. Beat versuchte in mühseliger Arbeit die Dateien wiederherzustellen, was aber nicht so richtig gelingen wollte. Da wir am 29. Juli 2007 bevor wir auf die Fraser Island übersetzten noch eine Datensicherung gemacht hatten, konnten wir die alten Dateien wieder hochladen. Glücklicherweise hatte ich die Bilder von Fraser Island und Brisbane noch auf dem Memory Stick, so dass wir nur viel Zeit benötigten, um alles wieder aufzuschalten, aber keine Verluste zu verzeichnen hatten. Überglücklich die Fotos wieder zu haben, liess ich den PC unter der Aufsicht von Beat arbeiten und bereitete uns das Nachmittagsessen zu, denn für heute abend hatten wir noch die Besichtigung des Mount Koot-Tha Lookouts auf dem Programm.
An der Reception unseres Campingplatzes erhielten wir genaue Angaben über die Route, die uns zum Mount Koot-Tha führen sollte und fuhren gegen 16h los. Oben angelangt hatten wir Glück und erwischten gleich einen freien Parkplatz. Ich habe den Mount Koot-Tha in "Gurten von Brisbane" umgetauft. Er bot uns einen prächtigen Blick auf Brisbane und Umgebung. Im Café genehmigten wir uns etwas zum Trinken und setzten uns so hin, dass wir Richtung Stadt blicken konnten und beobachteten den Sonnenuntergang sowie das Erleuchten der Stadt by night. Es war ein wunderschöner Anblick, aber das Ausharren unterkühlte uns etwas. Fröstelnd kehrten wir zum Fahrzeug zurück und waren froh, in der windgeschützten Führerkabine wieder etwas auftauen zu können. Dabei war das Thermometer nur auf 17° C runter gesunken, doch mit Wind fühlte es sich viel kälter an, so dass mich mein Faserpelz nicht mehr genügend wärmen konnte.
Nach unserer Rückkehr erledigten wir den Tagebucheintrag und luden noch gleich die neuen Fotos rein. Dann erstellten wir eine Datensicherung. Anschliessend arbeitete ich noch ein wenig am Fotobuch, während Beat sich bereits schlafen legte.