Cairns - Townsville (15. - 19.)

15.07.07 Cairns - Tinaroo Dam

Heute liessen wir Cairns endgültig hinter uns. Um ca. 10 Uhr fuhren wir vom Campingplatz los. In einem Shoppingcenter besorgten wir noch einige Lebensmittel und ein paar Sachen für ein Geschenk für Jim. Wir riefen ihn zuhause an, um nachzufragen, ob wir uns in den nächsten Tagen in Innisfail treffen können. Er war nicht zu Hause, seine Frau versprach aber unsere Nachricht weiterzuleiten. Der Weg zum Tinaroo Dam führte uns wieder über die gewundene Strasse, die wir in der anderen Richtung vom Fourty Mile Scrub NP nach Cairns bereit zurückgelegt hatten, auf ca. 900 m.ü.M. Unterwegs besuchten wir den imposanten Cathedral Fig Tree. Am Tinaroo Dam wollten wir eigentlich auf einem Campingplatz im Danbulla National Forrest übernachten, aber Camping auf den Plätzen ist dort nur nach Voranmeldung erlaubt. Super!! So quartierten wir uns auf dem nahegelegenen Lake Tinaroo Holiday Park ein und genossen die Wärme der Nachmittagssonne. Am Abend riefen wir noch bei der Schwester von Nicole an und gratulierten zum Geburtstag. Da Nicole zuerst eine falsche Nummer wählte, konnten wir uns auch noch mit meiner Mutter ein wenig unterhalten. Wir lasen anschliessend noch in unseren Büchern und gingen um ca. 9 Uhr schlafen.

16.07.07 Tinaroo Falls - Innisfail

Heute schängelte sich unsere Strecke durch das wunderschöne Atherton Tableland mit sanften, grünen grasbewachsenen sowie dicht bewaldeten Hügeln. Wir stoppten beim Crawfords Lookout und spazierten den 1.5 km langen Weg zum North Johnston River Lookout und wieder zurück. Danach besorgten wir uns im Visitor Centre von Innisfail einen Stadtplan und versuchten noch den letzten Teil des Geschenkes für Jim zu besorgen. Leider konnten wir den gewünschten Holzschemel nirgendwo finden. Enttäuscht checkten wir bei einem Campingplatz ein und machten uns gleich auf zur Krokodilfarm in Innisfail.
Wir waren um 14h bei der Farm und erhielten eine Führung durch die Farm mit vielen interessanten Informationen. Brad führte uns vor wie die Krokodile hochspringen können und informierte uns darüber, dass sie jetzt im Winter viel weniger Energie hätten und deshalb auch weniger aggressiv seien. Trotzdem waren die Darbietungen eindrücklich. Mehr und mehr Leute gesellten sich zu uns, da um 15h die Fütterung stattfand. Auch diesem Spektakel wohnten wir bei und waren beeindruckt, als sich der Farmbesitzer auf den Rücken von George, dem grössten Krokodil (5.5 m und 65 Jahre alt) setzte. Am Schluss der Fütterung durften wir noch Krokodil Sataystückchen testen. Sie schmeckten mir sehr. Beat war etwas weniger begeistert vom Geschmack. Auf der Farm waren noch einige andere Tiere präsent und wir durften auch diese besichtigen und halten. Ich nahm ein Baby-Krokodil in die Hände und liess mir eine Schlange um den Hals legen. Diese steckte ihren Hinterteil in meine Hosentasche und ruhte ihren Kopf auf meinem aus.
Auf dem Campingplatz wärmten wir unsere Speiseresten der vergangenen zwei Tage und plauderten anschliessend mit unseren Nachbarn über deren sowie unsere Reiseerlebnisse. Beim Eindunkeln sahen wir unzählige Flughunde, die fast lautlos hoch über unsere Köpfe hinweg flogen. Danach zogen wir uns in den Camper zurück, erledigten unsere Schreibarbeiten und lasen noch ein wenig.

17.07.07 Innisfail - Paronella Park

Heute Morgen erwachte ich mit Halsschmerzen. Da kündigte sich wahrscheinlich irgendeine Erkältung an. Ich konnte nicht mehr weiterschlafen, so dass ich in meinem Buch las, bis Nicole erwachte. Nach Frühstück, duschen und abwaschen fuhren wir zum Dump Point, um unsere Campingtoilette zu leeren. Von dort aus probierte ich den Wirelessanschluss zu erreichen, den wir gestern zum Downloaden der Mails verwendet hatten. Er schien heute nicht eingeschaltet zu sein, so dass wir, ohne unsere Homepage aufzudatieren, weiter zum Einkaufszentrum fuhren. Nicole versendete die ersten 7 CD's mit den Daten für die Fotobücher Band 1 bis 7 und wir kauften nebst anderen Sachen noch die letzten Artikel für Jim's Geschenk. Wir assen in einem Mc Donald's etwas zu Mittag und schrieben dort anschliessend den Dankesbrief zu Jim's Geschenk. In Mundoo in der Nähe von Jim's Haus verpackten wir das Geschenk und gingen bei seinem Haus vorbei. Wie erwartet war niemand zu Hause, so dass wir das Paket vor der Haustüre deponieren mussten. Wir hatten vereinbart, das wir ca. heute in einer Woche vorbeischauen würden. Da wir aber nicht bis Cape York gefahren sind, waren wir entsprechend früher da und Jim hatte gesagt, dass er bis ca. am 20 Juli unterwegs sein würde. Wir fuhren weiter zu unserem nächsten Ziel, dem Paronella Park in Mena Creek. Es handelt sich hierbei um eine schöne Gartenanlage, die durch einen Spanier gestaltet wurde. Sein Schloss, das er auf dem Grundstück erbaute, ist heute nur noch als Ruine zu betrachten. Der Garten aber ist wildromantisch schön und wird auch heute noch gerne für Hochzeiten benutzt.( http://www.paronellapark.com.au ) Wir genossen drei interessante Führungen durch den Park und konnten einer Vorführung von traditionellen Tänzen der lokalen Aboriginies beiwohnen. Das Angebot einer gratis Übernachtung auf dem angeschlossenen Campingplatz nahmen wir gerne an und verbrachten die Nacht dort. Meinem Hals ging es am Abend nicht besser und ich ging früh schlafen.

18.07.07 Paronella Park - Wallaman Falls

Nach einer heissen Dusche schlich ich mich heute morgen noch vor der offiziellen Parköffnung in die Parkanlage, um noch eingie Fotos zu schiessen, ohne gestört zu werden. Ach, war das schön, den ganzen Park für sich alleine zu haben. Da sich Beat immer noch nicht so wohl fühlte, blieb er beim Camper und trank noch etwas heissen Tee. Zudem machte er den Camper reisefertig, so dass ich nach meiner Rückkehr aus dem Traumland nur noch Zähne putzen musste, dann fuhren wir zum Parkplatz hinunter und besichtigten gemeinsam das Museum zum Paronella Park. So traumhaft schön die Anlage ist, so tragisch ist deren Geschichte. Der Park wurde mehrmals durch Unwetter zerstört. Die Besitzerfamilie gab letztlich den Wiederaufbau auf und verkaufte das Anwesen.
Jim versuchte uns per Handy zu erreichen, als wir auf der Weiterfahrt Richtung Wallaman Falls waren. Leider war der Empfang nicht sehr gut, so dass wir einige Kilometer weiterfuhren, um ihn zurück zu rufen. Er war ziemlich enttäuscht, uns um 4 Stunden verpasst zu haben. Trotzdem hat ihn unser Geschenk gefreut und er gab uns noch einige Tipps für die Weiterfahrt.
Unterwegs zur berühmt-berüchtigten Mission Beach konnten wir noch zwei Cane Railroads beobachten und dies in wunderschöner Landschafts-Szenerie. Wir hielten am Strassenrand, um den stehenden Zug zu fotografieren. Die Zugführer informierten uns, dass bald ein Zug aus der Gegenrichtung kommen würde. Wir beschlossen zu warten, da das Licht für den erwarteten Zug besser war.
Wir spazierten ein Stück entlang der Mission Beach und genossen die wärmende Sonne. Doch nach Baden und Bikini resp. Badehose war uns nicht zu Mute. Dazu war es zu wenig warm und zu windig. Zudem besichtigten wir den Touristenort Mission Beach und fuhren anschliessend weiter.
Bei den Wallaman Falls spazierten wir zum Wasserfall- und zum Schlucht-Lookout. Danach registrierten wir uns auf dem nahe gelegenen Wallaman Falls Campground. Queensland scheint stolz auf ihr Projekt der Vorreservierung zu sein. Bisher fanden wir kaum einen Bush-Campground, auf dem eine einfache Selbstregistrierung möglich war. Heute hatten wir Glück, dass wenigstens 3 Plätzchen für Selbstregisitrierung zur Verfügung standen. Wir richteten uns ein und kochten uns ein frühes Dinner / einen späten Lunch. Vorsichtig näherten sich noch andere Camping-Intressierte und der Platz füllte sich langsam mit 4 Fahrzeugen. Wer alles eine Vorbuchung hatte und wer nicht, kontrollierten wir nicht. Eines war klar, dass für 4 Fahrzeuge nicht genügend Plätze mit Selbstregistrierung vorhanden waren. Aber wen stört das?
Abends erledigten wir unsere Schreibarbeiten, lasen noch ein wenig und bereiteten uns auf eine kühle Nacht vor. Beats Hals geht es noch immer nicht besser und bei mir haben am späteren Nachmittag nichts Gutes verheissende Kopfschmerzen begonnen.

19.07.07 Wallaman Falls - Townsville

Mitten in der Nacht wurde ich durch Nicole geweckt. Sie wollte jemanden gehört haben, der versuchte, sich an unserem Auto zu schaffen zu machen. Ich hatte nichts gehört und konnte auch sonst nichts Verdächtiges bemerken, so dass wir uns wieder schlafen legten. Kurz vor acht Uhr stand ich auf und kochte Wasser für einen Tee. Ich genoss den Tee mit etwas Honig, was meinen rauen Hals etwas beruhigte. Ich war inzwischen so heiser, dass ich mich mit Worten kaum mehr verständigen konnte. Nachdem Nicole aufgestanden war nahmen wir unser Frühstück ein. Nicole drehte eine Runde zu Fuss auf dem Campingplatz und ich machte unseren Camper reisefertig. Da Nicole lange nicht mehr auftauchte machte ich mich auf die Suche nach ihr. Sie blieb bei Peter und Bärbel, einem Paar aus Deutschland, hängen und vergass die Zeit beim plaudern. Ich gesellte mich zu ihnen und die Zeit verging wie im Fluge. Um die Mittagszeit standen wir immer noch zusammen und plauderten. Wir machten zusammen noch einen kurzen Spaziergang, tauschten Adressen aus und verabschiedeten uns voneinander. Der weitere Weg führte uns wieder von über 500 m.ü.M. auf Meereshöhe nach Townsville. Dort checkten wir beim Coral Coast Campground ein. Ich war noch nicht so fit und wir verbrachten den Rest des Tages auf dem Campingplatz. Ich wollte einen weiteren Versuch machen unsere Homepage zu aktualisieren und erkundigte mich nach einem Internetzugang. Der Campingplatzverwalter verkaufte mir fünf Stunden Onlinezeit für fünf Dollar, ein Superpreis! Der Upload blieb immer wieder hängen und ich versuchte herauszukriegen, woran das liegen könnte. Schlussendlich fand ich heraus, dass durch ein falsch gesetzten Häkchen eine so grosse Datei erzeugt wurde, die zu lange für den Upload benötigte und den Abbruch verursachte. Nach der Korrektur verlief der Upload wunschgemäss und das Gästebuch funktioniert jetzt auch wieder. Wir machten am Abend noch das Programm für unsere verbliebene Zeit hier in Australien und legten uns anschliessend schlafen.