Grampians (22. - 23.)

22.3.07 Port Campbel - Halls Gap

Um 5.40 Uhr wurden wir vom Wecker aus dem Schlaf gerissen. Die Sterne funkelten schön vom nachtschwarzen Himmel. Nicole hatte mich überredet, den Sonnenaufgang vom Lookout bei den zwölf Aposteln zu beobachten. Wir packten unsere Sachen zusammen und verliessen den Campground. Am Lookout angelangt, war es immer noch dunkel und es wehte uns eine kühle Brise um die Ohren. Der Sonnenaufgang war sehr schön und hatte neben uns auch noch weitere Personen zu früher Stunde aus den Federn gelockt. Nachdem wir unsere Bildersammlung von den zwölf Aposteln komplettiert und auf dem Parkplatz gefrühstückt hatten, ging es weiter zur London Bridge und weiteren Lookouts mit zum Teil spektakulären Ausblicken. Wir verabschiedeten uns von der Great Ocean Road und fuhren Richtung Grampians National Park. Einen ersten Eindruck vom Park konnten wir auf der Strecke Dunkeld - Halls Gap gewinnen. Nach einer kurzen Wanderung zu den Silverband Falls bereiteten wir uns Tonsandwiches zum Mittagessen zu. Wir verspeisten sie in Anwesenheit unzähliger Fliegen, die uns offenbar sofort lieb gewonnen hatten. Wir fuhren weiter nach Halls Gap auf den Campingplatz und planten die nächsten Tage. Nach einem kurzen Rundgang in Halls Gap bereiteten wir uns die Fajitas zum Nachtessen zu und gingen anschliessend schlafen.

23.03.07 Halls Gap - Buandik Campground

Heute war 4-WD angesagt. Zuerst besuchten wir den berühmten Reid (Reed) Lookout mit den Balconies und machten schöne Spaziergänge einerseits zum Lookout auf die Mc Kenzie Falls und andererseits hinunter zu den Mc Kenzie Falls, wo wir einige Zeit verweilten und den Anblick in wunderschöner Umgebung genossen. Danach hielten wir noch kurz beim Zumstein Picnic Area und erblickten im dicken Gestrüpp ein liegendes Känguru. Danach nahmen wir die 4-WD-Strecke in Angriff und genossen die schöne Landschaft. Auf dieser Strecke erblickten wir ein aufgescheuchtes Känguru, das vor unserem Fahrzeug die Flucht ab ins Unterholz ergriff. Unser Fahrzeug kletterte steile und unebene Strassen wendig empor wie ein Steinbock. Erinnerungen an unser 4-WD-Off-Road-Training der Jeep Academy wurden wach. Die Nacht verbrachten wir zwei auf einem einsamen Campground am Rande des Grampians NP. Ein Kookaburra bewachte unser Auto und unser Treiben. Wir bereiteten uns einen feinen Maiseintopf mit Käse und scharfer ungarischer Wurst zu und freuten uns auf einen gemütlichen Abend unter Sternenhimmel. Leider wurden die Wolken immer dichter und es begann zu regnen. Da wir alleine waren, wuschen wir uns im Freien bei noch angenehmen Temperaturen. Mit zunehmendem Regen wurde es auch immer kälter und wir zogen uns in unseren Campervan zurück. Beat legte sich früh schlafen und ich arbeitete noch bis 21h30 am Fotobuch, kam aber nur bis Canberra. Bin mächtig in Verzug, da wir täglich so viele Eindrücke gewinnen und kaum Zeit haben, alle Dokumentationsarbeiten zu erledigen. Zudem haben wir nur einen Computer. Müde kletterte ich ins Bett und kuschelte mich in meinen warmen Schlafsack.