Kangaroo Island

31.03.2007 Fahrt auf die Kangaroo Island

Heute konnten wir bis 6h30 ausschlafen. Wir hatten gestern einen Platz für die 12h00-Fähre nach Kangaroo Island gebucht und wollten natürlich pünktlich verladen. Adelaide konnten wir gerade umfahren bis der super angenehme und schrille Pfeifton aufgrund des Entry-Steps wieder ertönte. An einer günstigen Stelle hielten wir, um den Step wieder etwas stärker hineinzudrücken, damit der Kontaktknopf wieder eingedrückt war. Nach ca. 10 km erklingte der schrille Ton erneut und als ich als Beifahrerin in den Seitenspiegel blickte, sah ich, dass sich der Tritt verselbstständigt hatte und quitsch fidel hervorguckte. Erneut war ein Halt angesagt, um den vorwitzigen Tritt wieder in die Reiseposition zu versetzen. Nach weiteren 2 Minuten hatten wir dieselben Probleme erneut. Langsam wurde uns die Angelegenheit zu bunt, zudem wollten wir die Fähre auf keinen Fall verpassen. Mit stark aufgedrehter Musik und hervorguckendem Tritt fuhren wir bis zum Fährterminal (30 km). Abgesehen von unserem Ohrschaden kamen wir heil an.
Beat widmete sich dem Tritt und vor allem dem nervtötenden Schrillton und hängte kurzerhand den Warnsummer ab, während ich die reservierten Tickets abholte. Da der Tritt sich viel zu leicht bewegte, musste Beat die Schrauben des Tritts so stark als möglich anziehen. Konsequenz war, dass wir den Tritt nicht mehr benutzen können, da sich sonst die Schrauben wieder lösten und die Probleme mit der Verselbstständigung erneut beginnen würden. Tja, tolle Reparaturarbeit, die da geleistet wurde.
Die Überfahrt mit der Fähre erfolgte bei einem kleinen Imbiss sehr bequem. Beide waren wir gespannt, wie weit wir fahren können, bis der Tritt wieder hervorgucken würde. Super, Beat hatte ganze Arbeit geleistet. Der Tritt blieb in Reiseposition.
Wir erklommen unterwegs den Prospect Lookout und genossen die Aussicht mit ein wenig Sonne. Danach fuhren wir bei teilweise leichten Regen weiter bis zur Seal Bay, wo wir die Seelöwen beobachten konnten. Natürlich konnten diese süssen Tierchen nur gegen entsprechendes Entgelt und unter Begleitung eines Rangers oder einer Rangerin beobachtet werden. Dafür blieb das Wetter trocken. Auf dem Weg zum Strand entdeckte ich ein Echidna und beobachtete es eine Weile. Die Rangerin kam zu uns, um zu sehen, was los war und informierte uns, dass diese Echidnas sehr selten gesehen würden. Am Strand unten sahen wir einige Jungtiere, die miteinander spielten und viele schlafende Tiere, die sich von der anspruchsvollen Futtersuche draussen im Meer erholten.
Danach folgte das letzte Stück unserer Tagesstrecke bis zum Campingplatz, den wir ebenfalls reserviert hatten. Teri empfahl uns diesen Platz. Da wir in Adelaide bereits sehr gut beraten waren, zögerten wir nicht lange und wurden auch nicht enttäuscht.
Unterwegs kreuzte abermals ein Echidna unseren Weg und spazierte gemütlich über die Strasse. Ein gutes Stück weiter sahen wir ganze Grüppchen von Wallabies.
Beim Campingplatz angelangt, konnten wir auf dem angrenzenden Koala-Walk die gleichnamigen knuddeligen Tiere beobachten. Als wir bei unserem Camper ankamen, wurden wir von einem Australier empfangen, der uns einen weiteren Koala gleich in den Baumwipfeln über unserem Site zeigte. Wir tauschten einige Reiseinformationen aus und bereiteten uns die Steaks mit Avocadosauce und Kartoffelstock zu. Die zuvor eher scheuen Wallabies trauten sich plötzlich ganz nahe an uns heran. Nicht weit von unserem Site entfernt, steckte ein Echidna seine Nase in den Boden und wühlte nach Nahrung. Dafür, dass diese Tiere sehr selten gesehen werden (gemäss Aussagen von einheimischen Leuten), hatten wir bisher doch schon einige live erleben dürfen.
Nach Erledigung der Homepage-Einträge gingen wir schlafen.