Sydney

5.3.2007 Ankunft in Sydney

Am 5. März 2007 kurz vor 8.00 Uhr sind wir in Sydney gelandet.
Die über 13 Stunden Flug von Dubai nach Sydney hatten uns recht zugesetzt.
Leider hatten wir in der ausgebuchte Maschine Plätze direkt vor einer Toilette. Die Rückenlehnen können bei diesen Sitzen nur geringfügig nach hinten geneigt werden und mir schien, dass der Abstand zu den Vordersitzen auch etwas geringer war als bei anderen. Da ich im Flugzeug sowieso kaum schlafen kann, war ich froh um das gute Unterhaltungsprogramm. Wenn der Vordermann seine Sitzlehne voll nach hinten neigte, war der im Vordersitz eingebaute Monitor infolge der beschriebenen Gegebenheiten jeweils ca. 40 cm vor meiner Nase, was den Filmgenuss doch sehr einschränkte.
Umso glücklicher waren wir nach der Landung in Sydney.
Mit dem Taxi sind wir vom Flughafen zum Hotel Ibis World Square gefahren und haben ca. um 10 Uhr eingecheckt.
Das Zimmer war aber erst ab 14.00 Uhr bezugsbereit, so dass wir trotz unserer Müdigkeit beschlossen, eine erste Erkundungstour zu machen.
So schlenderten wir bei warmem, aber regnerischem Wetter zum Darling Harbour hinunter.
Wegen des Regens entschlossen wir uns zuerst das Sydney Aquarium anzusehen.
Nach dem Besuch des Aquariums gönnten wir uns in einem schönen Restaurant in der Nähe des Aquariums eine Pizza.
Anschliessend begaben wir uns Richtung The Rocks und bestaunten die schönen, alten Gebäude, die Harbour Bridge und aus der Ferne die Oper.
Die Müdigkeit war nun so gross, dass wir uns auf den Weg zurück zum Hotel machten, wo wir ca. um 15.00 Uhr eintrafen, das Zimmer bezogen und um ca. 16.00 Uhr in tiefen Schlaf versanken.

6.3.2007 2. Tag in Sydney

Etwas früh waren wir hellwach, so dass wir die Zeit gut nutzen konnten, den Tag zu planen.
Nach dem Frühstück zogen wir los Richtung Hyde Park. Die Bewölkung von gestern hatte sich aufgelockert und grösstenteils der Sonne Platz gemacht. Weiter gings über den Phillip Park und The Domain zum den Royal Botanic Gardens. Die Parkanlagen sind wirklich wunderschön angelegt. Die Krönung sind sicher die Royal Botanic Gardens. Hier wird einem die Vielfalt der australischen Flora eindrucksvoll gezeigt.
Weiter ging unsere Tour zur Oper. Ein prächtiges Gebäude!
Beim Circular Quay gönnten wir uns zur Stärkung einen leckeren Salat.
Anschliessend besichtigten wir die Harbour Bridge aus der Nähe und erklommen dazu zuerst einen der vier Pylonen. Wir genossen die prächtige Aussicht auf die Oper und fast ganz Sydney. Wir schauten nachher kurz beim Bridge Climbing vorbei, entschieden uns aber, die Kletterei sein zu lassen. (Böse Zungen behaupten, es liege daran, dass wir nicht schwindelfrei seien, wir aber fanden das Preis- Leistungsverhältnis für die 46 extra Meter zum Pylonen nicht so toll.)
Wir sahen uns stattdessen nochmals im Quartier The Rocks um und bestaunten die schönen, alten Gebäude.
Infolge der fortgeschrittenen Uhrzeit, machten wir uns durch den botanischen Garten auf den Weg zurück zum Hotel.
Die heute zurückgelegten Kilometer machten sich jetzt bemerkbar. Wir liessen das Nachtessen sein, Nicole legte sich ins Bett und ich suchte nach einem Sponsor für den Internetzugang. (An dieser Stelle einen herzlichen Dank an den anonymen Spender für den Internetzugang.)
So, nun wird es auch für mich Zeit, ich behandle meinen Kopf noch mit Aloe Vera- Gel und lege mich auch schlafen. Morgen werden wir uns mit roten Köpfen von der Menschenmasse abheben. Leider hatten wir heute den Sonnenschutz etwas vernachlässigt.

7.3.2007 3. Tag in Sydney

Heute waren wir wieder einmal sehr früh wach. Ich (Nicole) nutzte die Zeit, um das Fotobuch zu beginnen. Frühstück wird erst ab 6.30 Uhr serviert. Von den ersten beiden Tagen haben sich bereits 292 Fotos angehäuft. Diese galt es zu sortieren, auszuwählen und im Fotobuch zu platzieren. Um kurz vor 8.00 Uhr frühstückten Beat und ich gemütlich auf der von Verkehrslärm beschallten Terrasse unseres Hotels. Gut gestärkt marschierten wir via Chinatown Richtung Einkaufszentrum "Market Place". Hier deckten wir uns mit Obst und Getränken ein. Anschliessend spazierten wir entlang des Darling Harbours zum Circular Quay, von wo aus unsere Fähre Richtung Olympic Park startete. An der Anlegestelle warteten wir auf unseren Bus, der uns zum Visitor Centre führte. Mit 20 minütiger Verspätung fuhr er vor und brachte uns zum gewünschten Ausgangspunkt. Im Visitor Centre mieteten wir ein Tandem und erkundeten während 1 Stunde die wunderschönen Parkanlagen des Olympic Parks. Die Natur, die Häuser und die Stadien sind wunderschön, aber das ganze Gebiet ist wie ausgestorben. Die bedrohlichen schwarzen Wolken am Himmel gaben uns die Abreisezeit vor. Diesmal klappte es auch gut mit den Verkehrsverbindungen. Der Bus fuhr 5 Minuten zu früh ab, so erreichten wir mühelos die Fähre, die uns bis zum Darling Harbour schiffte. Von hier aus ging es zu Fuss zurück zum Hotel mit einem kleinen Abstecher zum Supermarkt. Unser Getränkevorrat war bereits wieder ausgeschöpft. Nach einem erholsamen Schläfchen sowie einer erfrischenden Dusche waren wir wieder fit für neue Abenteuer. Im Thai-Restaurant am Darling Harbour genossen wir ein spätes, aber leckeres Dinner. Per Fähre wollten wir zum Circular Quay, um die Harbour Bridge und die Opera by night zu bestaunen. Leider fiel die Fähre gänzlich aus, obwohl zuerst nur eine 20-minütige Verspätung angesagt war. So machten wir uns zu Fuss auf den Weg wie ein anderes Paar auch, mit dem wir kurz ins Gespräch kamen und erfuhren, dass um 21.30 Uhr ein Feuerwerk starten sollte. Gemeinsam eilten wir mit zügigen Schritten Richtung Opera House und wurden mit einem schönen Feuerwerk belohnt. Mit einer kleinen Stärkung in Form einer köstlichen Gelati machten wir uns zu Fuss auf den 30-minütigen Rückweg zum Hotel. Müde und glücklich sanken wir in unser Bett.

8.3.2007 4. Tag in Sydney

Heute liessen wir es gemütlich angehen. Noch den Frühstück besuchten wir bei schönem Wetter den Sydney Tower. Aus ca. 300 m bot sich uns ein unvergesslicher Ausblick auf ganz Sydney. Schliesslich wollten wir uns noch die berühmte Bondi Beach anschauen. Mit dem Bondi Explorer gelangten wir in ca. 30 min an die Beach. Ein schöner Strand lag vor uns, aber absolut nichts Schattenspendendes war am Strand zu finden. Da wir eher Schattenplätze bevorzugten, machten wir es uns in einem des Strandcafes gemütlich und beobachteten das Strandleben. Nachdem wir noch einen der Aussichtspunkte am Ende des Strandes besucht hatten, machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel.
Am Abend verpflegten wir uns nochmals im Darling Harbour und gönnten uns ein äusserst leckeres Mal mit Spezialitäten vom Grill und köstlichen Beilagen. In den nächsten Tagen können wir unsere Kochkünste wieder selber unter Beweis stellen.

Unser Kommentar zu Sydney:
Eine schöne, lebendige Stadt, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hat.
Ein Hotel mit sauberen Zimmern, einem mässigen Frühstücksbuffet und einer schlechten Geräuschdämmung, die über Aktivitäten anderer Hotelgäste keine Zweifel offen lässt.
Freundliche Einwohner, bei denen die olympischen Spiele einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Noch nie habe ich in einer Stadt zu fast jeder Tages- und Nachtzeit so viele joggende Einwohner gesehen.

9.3.07 5. in Sydney und Adventure-Camperübernahme

Heute war Packen angesagt. Wir liessen uns ein letztes Mal das Frühstück im Hotel Ibis World Square in Sydney schmecken und machten uns um 9.30 Uhr bequem per Taxi auf den Weg zum Campervan-Vermieter Apollo. Michael begrüsste uns freundlich. Er informierte uns gleich, dass alle Computer ausser Betrieb sind und wir eine Weile warten müssten. Die Vertragsausfertigung musste manuell vorgenommen werden. Unsere Angaben waren schnell übermittelt, dann führte er uns einen Film über den Adventure Campervan vor. Nach 20-minütiger Sendezeit, warteten wir geduldig weiter. Nach 1h30 konnten wir unser Fahrzeug besichtigen und bekamen von Michael weitere Instruktionen. Leider funktionierten weder Kühlschrank, noch Licht, noch Batterie. Natürlich nahmen die Reparaturarbeiten weitere Zeit in Anspruch. Da es mittlerweile gegen 12h00 ging, marschierten wir los, um irgendwo eine Diet Coke, zu trinken. Der ortsunkundige Michael konnte uns nur die beiden Hotels von vis-à-vis angeben, so fragten wir eine freundliche Passantin nach dem Weg ins Zentrum von Mascot (Vorort von Sydney). In einem Subway machten wir es uns bei Sandwich und Diet Coke gemütlich und erstellten unsere Einkaufsliste. Nach 1h30 kehrten wir zurück und warteten noch eine Weile bis wir um 14h00 die ersten Fahrabenteuer erleben durften. Mit reichlich Verspätung hatten wir es eilig, die Blue Mountains zu erreichen. Die Ausfahrt aus Sydney war nicht ganz einfach, beinahe hätten wir die Harbour Bridge überquert, konnten aber noch rechtzeitig abzweigen und Richtung Parramatta die Blue Mountains ansteuern. Da die Zeit doch schon fortgeschritten war, viel Verkehr auf den Strassen herrschte und das Wochenende vor der Tür stand, reservierte ich telefonisch einen Campingplatz. Dies erwies sich als äusserst ratsam, da der erste Campingplatz in Katoomba bereits ausgebucht war und wir nach Blackheath ausweichen mussten. Die nächste Herausforderung war, ein Einkaufszentrum zu finden. Vom Highway aus war weit und breit, nichts zu sehen. Beim Visitor Centre von Glenbrook (östliches Eingangstor zu den Blue Mountains) konnten Sie uns weiter helfen und verwiesen uns an den Supa IGA in Blaxland. Wir kauften im Visitor Centre eine detaillierte Wander- und Übersichtskarte über die Blue Mountains und gingen anschliessend unseren Grosseinkauf tätigen. Gegen 19h00 erreichten wir den schönen Campingplatz in Blackheath und installierten uns. Dabei bemerkten wir das Fehlen des elektrischen Kabels. Die freundlichen Leute bei der Reception konnten uns für die eine Nacht aushelfen und liehen uns ein Kabel. Da es bereits dunkel und sehr kühl war, waren wir sehr dankbar. Wir bereiteten unser wohl verdientes Nachtessen in der Open-Air-Küche vor und genossen die zarten Rindsfilet mit Tomatensalat. Danach schalteten wir unsere Heizung ein und legten uns schlafen. Das war ein anstrengender Tag.