Wilsons Promontory NP, Phillip Island

15.3.07 Sale - Wilsons Prom

Heute war um 6h10 Tagwache. Um 7h00 scheuchten wir die Campground-Besitzer zum Bett heraus und fuhren Richtung Wilsons Promontory National Park los. Wir hatten es eilig, in den Park zu gelangen, weil gemäss Wettervorhersage für heute der letzte sonnige Tag anstand. Für die nächsten 2 - 3 Tage ist Regen angesagt. Um 10h30 erreichten wir den Park und um 11h30 marschierten wir auf unserem 15-km-Hike los Richtung Oberon Bay. In brütender Hitze marschierten wir auf grösstenteils sandigem Untergrund entlang der wunderschönen Küste mit tollen Ausblicken auf die vorgelagerten Inseln, das Hinterland, die Strände und das tiefblaue Wasser. Ich genoss den Ausblick und marschierte gleichzeitig voran, da die Zeit sehr knapp war. Plötzlich ertönte ein komisches Geräusch, was meine Aufmerksamkeit zurück auf den Pfad lenkte und mir den Anblick einer kleinen (ca. 80 cm langen und 4 cm dicken), grau-braunen Schlange mit schwarzem Schwanz gönnte. Sie schlängelte sich schnell ins Unterholz und bot nicht einmal die Gelegenheit, ein Foto zu schiessen. Der Rückweg führte uns durch Farnwälder mit vielen verbrannten Bäumen und neuen Grünpflanzen zum Parkplatz des Mount Oberon. Von hier hätte ein 3.4 km langer Weg zum Gipfel geführt. Aufgrund meiner grossen Müdigkeit, der fortgeschrittenen Zeit und des wolkenverhangenen Himmels marschierten wir auf direktem Weg zurück zum Campingplatz. Wir erreichten unseren Adventure Campervan um 17h15. Da wir uns keine Pause gegönnt haben, nahm ich nur noch eine Dusche und fiel müde ins Bett. Beat kochte sich noch ein Nachtessen und leistete mir anschliessend Gesellschaft.

16.3.2007 Wilsons Prom

Am Morgen prasselte der Regen aufs Dach unseres Campers. Wir schliefen deshalb aus und nahmen das Frühstück etwas später als gewohnt in der Enge unseres Campers ein. Nicole arbeitete am ersten Fotobuch unseres Trips und ich schmökerte etwas im Reiseführer. Am Nachmittag unternahmen wir zwei kleine Erkundungen an Strände, die wir noch nicht besucht hatten. Am Squeaky Beach konnten wir im Regen ein Wallaby beim Mampfen beobachten. Das Wetter wurde gegen Abend besser, so dass wir nach dem leckeren Nachtessen (Rösti mit Thonsalat) die 1,5 km des Loo Ern Tracks vom Campingplatz aus in Angriff nahmen. In der schönen Abendstimmung am Tidal River konnten wir einige zutrauliche Wombats beobachten. Eines davon war von Nicoles Schuhwerk so angetan, dass es daran zu knabbern begann. Die Wombats sind so putzige Kerle, dass men meinen könnte, sie entstammen der Feder eines Walt-Disney-Zeichners. Nach dem Eindunkeln legten wir uns schlafen.

17.03.07 Wilsons Prom - Phillip Island

Heute morgen frühstückten wir gemütlich nach einer kalten Nacht unter unserem Campervan-Vordach. Danach machten wir uns auf den Weg Richtung Phillip Island (Nähe Melbourne). Wir legten zwei Stopps im Wilsons Promontory Nationalpark ein. Der erste Stopp war nochmals die Squeaky Beach, weil wir hier noch bei trockenem Wetter fotografieren wollten. Der zweite Stopp war irgendwo entlang der Strasse, weil auf der gegenüberliegenden Seite zwei Emus in schöner Steppenlandschaft gemütlich spazierten. Als wir uns den Emus näherten, wichen sie etwas zurück, gefolgt von uns. Da erblickten wir noch ein Wallaby beim Frühstück. Unsere Erwartungen wurden bei soviel Tierbegegnungen in natürlicher Kulisse übertroffen und machte uns überglücklich. Die Weiterfahrt nach Phillip Island verlief ruhig. Wir kauften noch einige Lebensmittel ein und erwischten beim dritten Versuch einen freien Platz fürs Campieren und zwar direkt auf der Phillip Island. Hier erledigten wir unsere Wäsche, spazierten dem Strand entlang und bereiteten uns die Känguru-Chevapcici mit Toast und Salatgurken zu. Anschliessend fuhren wir zur Penguin Parade. Hier besorgten wir erste Souvenirs und beobachteten, wie die Pinguine aus dem Meer glitten und den Strand hoch watschelten. Anschliessend sahen wir sie entlang dem Boardwalk in ihren Unterschlüpfen und hörten, welch fröhliches Fest sie feierten. Die Tierwelt ist faszinierend, aber diese Penguin Parade ist ein völlig touristischer Anlass mit viel zu hohen Eintrittspreisen. Man fühlte sich fast wie im Zoo. Die Pinguin-Beobachtungen auf den Galapagos waren viel schöner und ruhiger. Wir müssen uns ja selber bei der Nase nehmen und hätten diesem Spektakel nicht bewohnen müssen, doch unsere Neugier besiegte die anderen Wahrnehmungen. Um 22h00 kehrten wir auf unseren Campingplatz zurück, erledigten unseren Homepage-Eintrag und telefonierten zum ersten Mal mit unseren Eltern. Danach legten wir uns schlafen.

18.3.07 Phillip Island - Melbourne

Heute morgen haben wir einmal mehr ausgeschlafen. Nach dem Frühstück kamen wir mit einem Paar aus Melbourne ins Gespräch. Sie gaben uns viele Informationen, was wir uns in Australien ansehen sollten und konnten uns auch einen Campingplatz in der Nähe von Melbourne empfehlen. Um ca. 11.00 Uhr machten wir uns auf, den empfohlenen Platz zu suchen. Unterwegs kauften wir noch einige Sachen ein. Unter anderem auch einen Ersatz für meine fast neuen Wanderschuhe und einen Kompressor zum Aufpumpen der Reifen (für künftige Sandpassagen). Nachdem wir uns auf dem Campingplatz eingerichtet hatten, war es schon zu spät, um nach Melbourne zu fahren, so dass wir vom Platz aus noch einen kleinen Spaziergang machten und uns erkundigten, wie, wann und wo wir morgen nach Melbourne kommen. Bei dieser Gelegenheit konnte ich auch meine neuen Wanderschuhe ausprobieren. Zu meiner Erleichterung blieben die Sohlen während der gesamten Strecke fest mit den Schuhen verbunden. Nach dem Spaziergang kochten wir uns ein asiatisches Chicken-Reis mit viel Ingwer. Darauf nahmen wir eine Dusche, besprachen noch das Programm für morgen und legten uns schlafen.