Unser Adventure Camper

Unser Zuhause für die nächsten 168 Tage

Unser Zuhause für 168 Tage war ein Adventure Camper von Apollo.
Es handelte sich um einen Toyota Hilux mit einem Camperaufbau.
Details findet ihr unter dem folgenden Link: http://www.apollocamper.com

Wir waren mit dem Fahrzeug sehr zufrieden. Es hat uns überall hingebracht, wo wir hinwollten. Dabei sind wir auch durch schwieriges Gelände gefahren und an die Grenzen, des mit diesem Fahrzeug Machbaren, gestossen.

Sand
Im Francois Peron NP und auf Fraser Island sind wir in sehr weichem Sand gefahren. Obschon wir den Reifendruck bis auf 15 psi gesenkt hatten sind wir in einer extremen Passage auf Fraser Island im Sand stecken geblieben. Das hohe Gewicht auf der Hinterachse setzt in diesem Terrain Limiten. Allerdings konnten diese Passage auch viele andere Fahrzeuge nicht bewältigen. Schade, dass ein Kompressor nicht zur Ausstattung des Campers gehört.

Schlamm
Im Schlamm fahren ist immer heikel. Der Grat zwischen Durchkommen und Steckenbleiben ist sehr schmal. Das hohe Fahrzeuggewicht ist hier sicher kein vorteil. Das Reifenprofil oder das was davon noch übrig geblieben ist,spielt eine entscheidende Rolle. Wir konnten uns auf der Gibb Riber Road und dem Sansover Highway ausgiebig mit diesen Verhältnissen auseinandersetzten. Geschwindigkeit hilft durch manche achlammige Passage, aber 100% sicher ist ein durchkommen nie. Hier ist die Einschätzung des Fahrers sehr wichtig.

Wasserdurchquerungen
Appolo sagt hier: "Maximum das halbe Rad" darf im Wasser sein. Das ist lächerlich, denn wir haben und mussten Gewässer bis ca. 70 cm Tiefe durchqueren. Probleme hatten wir dabei nie. Wichtig ist dabei, die Tiefe zu kennen und mit der richtigen Geschwindigkeit im 2. Gang des L4-Modus zu fahren.

Harter Untergrund
Hier spielt die richtige Routenwahl die zentrale Rolle. Du musst wissen, wo sich die vier Räder des Fahrzeuges befinden. Der Beifahrer sollte hier bei besonders heiklen Passagen von aussen lotsen. Sonst sind hier die Grenzen nur durch die Traktion und den Schwerpunkt des Fahrzeuges gesetzt und diese sind viel besser als erwartet. Der wunde Punkt dieses Fahrzeuges ist hier der lange Überhang hinten, der den machbaren Böschungswinkel begrenzt.

Verbrauch
Wir haben im Schnitt ca. 11l Diesel auf 100km verbraucht. Dabei schwankte der Verbrauch von 15l im schweren Gelände bis auf 9l auf befestigten Strassen ohne Steigung und einer Geschwindigkeit zwischen 80 und 90 km/h.

Kummerbox

9.03.07
Bei der Übernahme des Campers mussten wir ca. 2h warten, da diverse Sachen nicht funktionierten.
- Der Kühlschrank funktionierte nicht
- Der Entrystep konnte nur schwer bedient werden
- Grundsätzlich war kein Inventar vorhanden, so dass nicht klar war, was zur Ausrüstung des Campers gehört.
9.03.07
Auf dem ersten Campingplatz in den Blue Mountains mussten wir feststellen, dass kein Powercable an Bord ist. (-> Fehlende Inventarliste)
Wir mussten ein Kabel für ca. 45$ in einem Store kaufen.
20.03.07
Wir kauften für ca. 6$ in einem Baumarkt anständige Scharniere und reparierten die Klappe beim im Innenraum neben der Klimaanlage. Die vorhandenen Scharniere hatten wir in gebrochenem Zustand übernommen..
30.03.07
In Adelaide beschlossen wir einige Sachen an unserem Camper reparieren zu lassen.
- Das Dach war undicht.
- Der Entrystep konnte kaum bedient werden.
- Die Küche klappte bei rauhem Terrain sebständig auf.
- Die meissten Schlösser der Aussenstauräume konnten nicht bedient werden.
31.3.07
Der Entrystep konnte jetzt problemlos ausgefahren werden. Leider tat er dies auch automatisch, so dass während dem Fahren immer der Warnsummer ertönte und die Warnleuchte brannte. Da wir die Fähre auf die Kangoroo Island nicht verpassen wollten (gebucht), mussten wir das gesumme auf der ganzen Fahrt ertragen.
Vor der Überfahrt entfernte ich einen Teil der Verkleidung in der Führerkabine und konnte so den Warnsummer zum Erstummen und die Warnlampe zum Erlöschen bringen. Den Step mussten wir von da an mit einer Schnur hochbinden.
11.04.07
Unsere Haushaltbatterie lädt sich nur noch während der Fahrt auf. Das Ladegerät, das die Batterie bei Netzanschluss laden soll, scheint defekt zu sein. Bei längerem gebrauch der Innenraumbeleuchtung sitzen wir deshalb trotz Stromanschluss im Dunkeln.
9.05.07
Zum Service und Reifenwechsel fahren wir auf Anweisung von Apollo nach Karratha. In Exmouth, wo wir ihn eigentlich machen lassen wollten gibt es keine Toyota Garage und so eine muss es nach Apollo sein. In Karratha angelangt teilen sie uns mit, dass der Service nicht in einer Toyota Garage ausgeführt wird. (Ist uns ja egal, aber dann hätten wir ihn auch in Exmouth machen lassen können!)
Details siehe Eintrag vom 9.05.07
28.05.07
Apollo will beim Reifenersatz der zu 90% verschlissenen Vorderreifen nur einen Reifen bezahlen, weil der andere ein Loch hat und folgedesssen nach Vertrag durch den Kunden zu bezahlen ist. Dass er sowieso hätte gewechselt werden müssen, spielt für sie offensichtlich keine Rolle.
Herzlichen Dank Apollo!
Über diese 195 AUS $ werden wir in Sydney noch diskutieren.
22.06.07
Der Gasdruckregler liefert seit ein paar Tagen nur noch soviel Gas, dass noch knapp eine Flamme unseres Brenners zum Kochen verwendet werden kann. Wir gehen bei der Apollo Niederlassung in Alice Springs vorbei und erhalten unkompliziert einen Ersatzregler. Die Brenner funktionieren wieder problemlos.
24.08.07
Heute brachten wir unseren Camper bei Apollo in Sydney zurück.
Die Rückgabe erfolgte im Rekordtempo und die Mitarbeiterin von Apollo kontrollierte kaum etwas. Wir teilten mit was nicht in Ordnung war und stellten unsere Forderung für die Rückerstattung unserer Ausgaben. Nach kurzer Rücksprache mit dem Headquarter erhielten wir sämtliche Auslagen inkl. des ersetzten Reifens zurückerstattet. Den Entrystep hatten wir irgendwann ganz abmontiert und gaben die übrig gebliebenen Bestandteile zurück.
Für uns lief es prima, aber als Nachmieter würde ich mir sicher eine "seriösere" Übergabe und Übernahme wünschen.