Alcakoca - Iznik (1. - 5.)

1.8.2012

Ein weiterer Fläzitag war angesagt. Wir verbrachten die Zeit mit lesen und faulenzen. Vor dem Abendessen beglichen wir noch unsere Schulden in der Teestube. Das Abendessen genossen wir im Restaurant beim Campingplatz. Es schmeckte ausgezeichnet, der Service war aber etwas zerstreut. Es war ein ruhiger Abend ohne Feuerwerk, aber Sylvia sang zum Gedenken noch die erste Strophe unserer Nationalhymne. (Wenn auch nicht ganz fehlerfrei.)

2.8.2012

Nach 3 Tagen am selben Ort ging es heute weiter und wieder Landeinwärts. Da wir erst am 12.8. Sylvias Bruder in Istanbul treffen, haben wir noch reichlich Zeit, uns die nähere Umgebung anzuschauen. Auf dem Weg nach Iznik machten wir deshalb noch den Abstecher zum Abant See. Der See ist wiederum ein Nationalpark. Nach dem bezahlen einer Park- und einer Campinggebühr suchten wir uns einen Platz inmitten von Tannen. Am Nachmittag machten wir uns dann auf, den See zu umrunden. In 2 Stunden (inkl. einem Cay-Stopp mit 4 TL pro Glas, dem bis jetzt teuersten Tee in der Türkei) waren wir wieder am Ausgangspunkt. Der See ist also einiges grösser als die Seen im Yedigöller und gemäss dem Forstwart soll es hier feine Forellen geben. Langsam geht die Sonne unter und da wir auf über 1300 m.ü.M. sind, spüren wir schon, dass es eine kühle Nacht geben wird.

3.8.2012

In der Nacht wurden wir immer wieder von den bellenden und heulenden wilden Hunden geweckt. Am morgen früh rief dann der Muezzin von der ca. 100 m entfernten Moschee zum Morgengebet. Die Nacht war aber weniger kühl als erwartet und wir blieben recht lange liegen. Nach dem Frühstück wollte uns ein Campingnachbar einen Sack voller lebender Flusskrebse schenken. Wir lehnten dankend ab und fuhren gegen 11.00 Uhr los. Die Fahrt ging dann über Nebenstrassen und einige Pässe nach Iznik. In Iznik kauften wir Brot und fuhren weiter zum ca. 10 km entfernten Campingplatz am Izniksee. Dort machten wir es uns gemütlich und planten die nächsten Tage.

4.8.2012

Nach dem Frühstück und dem Auspacken der vielen Geschenke, sonnten und lasen wir noch auf dem Campingplatz. Gegen 16 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Iznik. Es war immer noch sehr heiss, als wir durch Iznik schlenderten und die verschiedenen Sehenswürdigkeiten besuchten. In einer Teestube in der Nähe des Sees, spielten wir Backgammon und tranken einige Gläser Tee. Gegen 20 Uhr suchten wir uns ein Restaurant für das Nachtessen. Wegen des Ramadan waren nicht viele geöffnet und wir entschieden uns für eines, das uns einen guten Eindruck machte. Die meisten Tische waren reserviert, nach einigen Minuten hatten wir aber unsere zwei Plätze an einem langen Tisch. Hier wiederholte sich das Schauspiel, das wir schon in Amasya bestaunen konnten. Kurz nach 20 Uhr war das Restaurant proppenvoll und alle hatten sich Esswaren im Überfluss bereitgelegt. Nach dem Ruf des Muezzin stürzten sich alle auf das essen und kurz vor 21 Uhr war der Spuk vorbei. Das Essen schmeckte uns ausgezeichnet und für 21 TL inkl. Getränke und Dessert war es sensationell günstig.
Wir schlenderten anschliessend noch ein wenig durch die Gassen, bevor wir uns durch den dichten Verkehr aus der Stadt heraus kämpften. Auf dem Camping genehmigte ich mir noch ein Geburtstagsbier und konnte noch mitverfolgen, wie Galatasaray gegen Lazio 1:0 in Führung ging. Wir waren aber beide müde und gingen etwa in der Halbzeit des Spiels schlafen.

5.8.2012

Heute wurden wir von Traktorenlärm geweckt. Als wir aufstanden, konnten wir zuschauen wie etwa 8 Fischer ein grosses feinmaschiges Netz mit einer Winde einfuhren. Gespannt warteten wir dann, wie hoch die Beute im Netz sein wird. Bald war nur noch ein kleiner Teil vom Netz übrig und darin schwammen tausende vor allem kleine Fische. Die hüpften wie wild auf und ab und bespritzten die Fischer darum herum. Von unserem Campingboy, der auch tatkräftig mithalf, bekamen wir dann ein paar grössere Fische. Eigentlich hätte einer genügt aber so kam es, dass Sylvia 8 Fische geschenkt bekam. Nach einer kurzen Einführung wie man diese Fische ausnimmt, ging es los. Es dauerte doch eine Weile, bis alle Fische (2 liessen wir noch übrig) entschuppt, ausgenommen und gekocht waren. Um 14 Uhr gab es dann für Sylvia Fisch. Leider hatten die Fische noch viele Geräte aber sonst schmeckten sie vorzüglich.
Den Rest des Tages verbrachten wir mit schwimmen und lesen.