Igoumenitsa - Pescara (17. - 22.)

17.8.2012

Gegen 2 Uhr morgens kam im Kinosaal nochmals Unruhe auf, als ca. 10 Personen, die sich wahrscheinlich einen ausgiebigen Schlummertrunk gegönnt hatten oder sonst auf Deck rumstreiften, ihre reservierten Plätz beanspruchten, die mittlerweile von anderen Personen besetzt waren. Danach war es wieder relativ ruhig. Gegen halb sechs holten wir an der Bar Tee bzw. Kaffee und begaben uns an Deck, um den Sonnenaufgang anzuschauen. Pünktlich um 7 Uhr trafen wir in Brindisi ein. Das Entladen der Fahrzeuge gestaltete sich genau so chaotisch wie das Beladen. Am Zoll wurden auffällig viele Bulgarische und Rumänische Autos kontrolliert. Wir wurden durchgewunken und waren also hundemüde wegen des wenigen Schlafes in Italien angekommen. Der erste Campingplatz den wir aufsuchten, war vollständig belegt. Der nächste Platz, bei dem wir es probieren wollten, war nach Bari. Wenn wir schon durch Bari fuhren, wollten wir auch unsere Campinggaz-Flasche beim Carrefour gegen eine volle austauschen. Die Adresse des Carrefour‘s als Bezugsmöglichkeit hatte ich von der Campinggaz-Homepage. Den Carrefour in Bari gibt es aber längst nicht mehr und nachdem wir noch verschiedenen Hinweisen von Einheimischen gefolgt waren, wo wir die Flasche ev. tauschen könnten, waren wir langsam so müde, dass wir unbedingt einen Campingplatz aufsuchen mussten. So fuhren wir ohne volle Gasflasche zu einem Campingplatz, wo wir einen der letzten Plätze für uns ergattern konnten. Der Platz war nicht schön und ganz ohne Schatten, aber wir mussten uns einfach zum Schlafen hinlegen. Am Abend gingen wir ins hübsche Städtchen Giovinazzo und liessen uns im Restaurant „La Sfizieria“ verwöhnen. Mal wieder eine leckere Pizza, ein feines Dessert und einen recht guten Hauswein, dazu aufmerksamer Service und das für 32.50 €.

18.8.2012

Heute wollten wir zum Camping Salpi bei Manfredonia fahren und unterwegs die Gasflasche tauschen. Bei Molfetta fragten wir im Décathlon nach Gasflaschen, die schickten uns in einen Laden gegenüber und dort fanden wir eine Gasflasche eines anderen Fabrikanten, die passen müsste. Die Flasche war aber leer und wir fragten, wo man denn diese Flasche füllen lassen könnte. Zuerst wollte niemand etwas wissen, dann wurden wir nach Terlizzi geschickt. In Terlizzi fragten wir nach der angegebenen Firma. Die Leute dort meinten, dass die uns dort nicht weiter helfen konnten, aber ein Mann erklärte sich bereit, uns zu einem Laden zu begleiten, der uns ev. helfen könnte. In dem Laden hatten sie tatsächlich die Gasflasche, die wir schon gesehen hatten. Sie mussten sie aber noch mit Gas füllen lassen, was ca. eine Stunde dauerte. Nach einer Stunde holten wir die gefüllte Flasche für 22 € ab. Ich wollte die Flasche zuerst in unserem Auto anschliessen, entschloss mich aber, wegen der Hitze in unserem an der prallen Sonne parkierten Auto, die Flasche erst auf dem Campingplatz anzuschliessen. So fuhren wir zum Campingplatz und gingen anschliessend noch einkaufen. Unterwegs hatten wir kein Einkaufszentrum mehr gesehen und vom Campingplatz mussten wir jetzt ca. 30 km weit nach Foggia fahren. Mit unseren Einkäufen, die recht umfangreich waren, da wir ja jetzt wieder kochen konnten, trafen wir wieder beim Campingplatz ein. Beim Versuch, die Flasche anzuschliessen, musste ich leider feststellen, dass das Anschlussgewinde für den Druckregler etwas zu klein war. Suuuper!! Wir fragten bei den Verantwortlichen auf dem Campingplatz nach, ob sie irgendwelche Adapter dazu hätten oder sonst eine Idee wie wir endlich wieder in unserem Bus kochen können. Der Campingplatzchef ging dann plötzlich irgendwohin und kam mit einer kleineren Campinggas-Flasche zurück, die schon lange rumstehe und noch nie gebraucht worden sei. Unser Ventil passte auf die Flasche und es war Gas drin. Er stellte uns die Flasche für den Aufenthalt auf seinem Campingplatz zur Verfügung. Endlich konnten wir wieder etwas selber kochen. Das Gasproblem ist aber weiterhin nicht gelöst.

19.8.2012

Heute gönnten wir uns wieder einmal einen „Fläzitag“. Um 10.00 Uhr waren wir bereits am Strand. Da Sonntag war füllte sich der Strand im Nu mit zahlreichen Italienern. Das Mittelmeer war um einiges wärmer und auch weniger sauber als das Schwarze Meer. Trotzdem tat die Abkühlung gut. Gegen Abend gönnten wir uns dann einen Apérol-Spritz; schliesslich hatten wir heute unser 3 Jahres Jubiläum zu feiern. Wir kochten uns einen feinen, „recht scharf“ gewürzten Hackfleisch-Reis-Eintopf. Vor 21 Uhr zogen wir uns in den VW-Bus zurück – die Mücken machten uns wahnsinnig!

20.8.2012

Ein weiterer „Fläzitag“!
Kurz nach 10 Uhr schauten wir, mit verschiedenen Adressen und Telefonnummern von Firmen in und um Pescara, die unsere Campinggaz-Flasche tauschen können sollten, beim Campingplatzchef vorbei. Einer der Angestellten telefonierte bei der ersten Firma in Pescara und teilte uns mit, dass diese mindestens eine Flasche vorrätig habe und wir sie für 90€ dort kaufen könnten. Er war extrem erstaunt über den hohen Preis und wir gaben ihm zu verstehen, dass wir nicht eine neue Flasche kaufen wollen, sondern unsere Leere gegen eine Volle tauschen. Dann fragte er, wieso wir denn die Flasche nicht einfach füllen lassen. Bei dem Gaslieferanten des Campingplatzes könne das bis morgen Mittag für einen Bruchteil gemacht werden! Wir holten sofort unsere leere Flasche und gaben sie ihm, damit er sie füllen lassen kann. Wir sind gespannt, ob das jetzt klappt, da uns ja bis jetzt noch niemand die Flasche mit Gas füllen können wollte. Den Rest des Tages verbrachten wir mit faulenzen.

21.8.2012

Die Gasflaschen des Campingplatzes wurden am Morgen gefüllt geliefert. Unser Campingaz-Fläschchen blieb aber einmal mehr leer. So machten wir uns auf den Weg nach Pescara, wo es tatsächlich einen Laden geben soll, der unsere Flasche tauscht. Wir fuhren den Umweg über Vieste, weil das ein schöner Küstenabschnitt sein soll. Tatsächlich boten sich von der Strasse immer wieder schöne Ausblicke auf die Küste. Bei einem Strassenhändler kosteten wir den selbstgemachten Weiss- und Rotwein und kauften uns 3 Flaschen für 10€. In Vieste machten wir eine Pause und tranken in einem Café etwas. Sylvia wollte noch kleine Sandwiches bestellen, wie sie unsere Nachbarn im Café assen. Die Sandwiches gab’s aber nur in Kombination mit einem Apéritivo und nicht mit Cappuchino. Der Gelatieri des Cafés hatte in Italien schon mehrere Preise gewonnen. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und ich gönnte mir ein ausgezeichnetes Eis. Weiter ging die Fahrt in Richtung Pescara. In Pescara mussten wir den Laden für den Austausch der Flasche ziemlich lange suchen. Er hatte irgendwann den Namen geändert und unter dem Namen, der auf der Campingaz-Homepage angegeben war, kannte ihn hier Niemand mehr. Die unfreundliche Tante im Laden teilte uns mit, dass sie nur noch eine kleinere Flasche auf Vorrat habe, obschon der Angestellte vom Campingplatz ja gerade gestern telefonisch nachgefragt hatte, ob die Flasche in unserer Grösse lieferbar sei, was auch bestätigt wurde. Wir entschlossen uns die kleinere Flasche für 84€ zu kaufen, weil wir keine Lust mehr hatten den Rest unserer Ferien die möglichen Lieferanten abzuklappern. Zum Abendessen genossen wir auf dem schönen Campingplatz Silvi bei Pescara eine Flasche Rotwein.

22.8.2012

Heute war „Fläzitag auf dem Campingplatz.