Pescara - Siena (23. - 27.)

23.8.2012

Bevor wir Richtung Bolsena losfuhren hielten wir noch bei einer Camper Verkaufs- und Reparaturwerkstatt und fragten nach, ob sie mit unserer italienischen Gasflasche, die wir ja nicht gebrauchen können, etwas anfangen können. Abkaufen wollten sie uns die Flasche nicht, aber wir könnten uns aus ihrem Sortiment etwas aussuchen. Wir fanden nichts, was wir wirklich gebrauchen konnten. Sie wollten uns aber trotzdem etwas für die Flasche geben und drückten uns 3 Flaschen schaumfreies, biologisch vollständig abbaubares Spülmittel in die Hände. Die nächsten 10 Jahre werden wir also schaumfrei und mit biologisch reinem Gewissen abwaschen.
Auf dem Weg ins Landesinnere stiegen die Temperaturen auf über 40° an. An einigen Stellen waren kleinere Waldbrände zu sehen. Gegen den Lago di Bolsena sanken die Temperaturen wieder auf erträgliche 36°. Auf dem Lido Camping Village suchten wir uns einen schattigen Platz und genossen den Rest des Tages.

24.8.2012

Heute war „Fläzitag“ auf dem Campingplatz.
Gegen Abend spazierten wir dem Seeufer entlang nach Bolsena. Wir schlenderten noch ein wenig durch das Städtchen, genehmigten uns einen Aperol Spritz zum Apéro und liessen uns im Restaurant Tanaquilla verwöhnen. Zum Abschluss genossen wir noch ein Eis in einer Gelateria. Der Rückweg zum Campingplatz gestaltete sich in der Dunkelheit etwas abenteuerlich, da der Weg nicht beleuchtet und an einigen Stellen das Schilf so dicht war, dass kein Mondlicht hindurch drang. Auf dem Campingplatz angekommen, war jedoch nicht an Schlafen zu denken. Heute Abend ertönte nicht das Radio Lido sondern ein Grüppchen Italiener unterhielten sich so lautstark bis in die frühen Morgenstunden, dass wir mit Gehörschützen schlafen mussten.

25.8.2012

Am Morgen waren die draussen aufgehängten Tücher alle noch feucht. Irgendwie herrschte schon ein wenig Herbststimmung. Wir bezahlten den Campingplatz und hielten Richtung Capalbio, wo wir den Tarot Garten von Niki de Saint Phalle anschauen wollten. Als wir gegen 10 Uhr dort eintrafen, waren wir das zweite Fahrzeug auf dem Parkplatz. Der Garten öffnete erst ab 14.30 Uhr, so dass wir uns noch etwas Zeit um die Ohren schlagen mussten. Wir fuhren nach Orbitello der nächstgrösseren Ortschaft. Glücklicherweise war dort Markt, so dass die Zeit recht schnell verging. In einem Park verpflegten wir uns mit dem gekauften Brot und Rohschinken. Nach einer Glace fuhren wir wieder zurück zum Garten. Im „giardino dei tarocchi“ taucht man in eine Märchenwelt ein und die Skulpturen geben mit jeder Veränderung der Sonneneinstrahlung einen neuen Eindruck. Wir waren begeistert und schossen unzählige Fotos! Nachdem wir uns sattgesehen hatten, fuhren wir zum Camping Village bei Talamone. Dort verbrachten wir einen ruhigen Abend.

26.8.2012

Bis ca. Morgens um 4 Uhr war die Musik einer nahegelegenen Disco unüberhörbar. Danach kehrte für kurze Zeit Ruhe ein. Am Morgen war es bedeckt und gegen das Landesinnere waren dunkle Wolken zu sehen. Auf unserem Weg nach Siena fuhren wir durch die Gewitterfront mit starken Regenfällen. In Siena hatte es aufgehört zu Regnen und als wir auf dem Campingplatz eincheckten, zeigte sich bereits wieder der blaue Himmel. Wir machten einen kleinen Spaziergang in der Umgebung des Campings und genehmigten uns an der Bar einen Aperitif. Nach dem Nachtessen zogen wir uns in den Bus zurück, da es rasch ziemlich kühl wurde.

27.8.2012

Nach dem Mittag nahmen wir den Bus nach Siena. Dort schlenderten wir bei strahlend schönem Wetter umher. Die Hauptattraktionen von Siena sind der „Zebradom“ und die muschelförmige Piazza del Campo. Aber auch sonst ist es ein hübsches Städtchen mit Charme. Nach dem Dombesuch gab es ein Cappucchino mit Paneforte. Diese Spezialität schmeckte uns, war aber recht nahrhaft. Bei den vielen tollen Läden konnte Sylvia nicht wiederstehen. Sie schlug zu und kaufte 2 Ledergürtel sowie ein Paar „güldene“ Schuhe. Am Abend speisten wir in einer Trattoria und als Nachtisch liessen wir uns eine Gelati schmecken. So langsam können wir uns wieder an das Schweizer Preisniveau gewöhnen. Die Abfahrtsstelle des Busses für die Rückkehr zum Campingplatz mussten wir etwas suchen, da die Angaben auf dem Campingplatzflyer etwas verwirrend waren.