Inkumu - Akcakoca (28. - 31.)

28.7.2012

Es war schon wieder sehr feucht heiss als wir um halb zehn Uhr losfuhren. Wir kehrten der Küste den Rücken zu und fuhren landeinwärts zum Yedigöller Nationalpark. Nachdem wir die Einfahrt zum Park verpasst und uns nach dem Weg erkundigt haben, fuhren wir wieder ein Stück zurück und fanden dann die Strasse. Während einer Stunde ging es holprig und stets bergauf bis zum Eingang zum Millipark. Im Yedigöller gibt es 7 natürliche Seen und der Ort scheint am Wochenende bei der einheimischen Bevölkerung sehr beliebt zu sein. Wir suchten uns ein lauschiges Plätzchen direkt am See, wo wir über Nacht bleiben können. Der Eintritt sowie das Campieren sind natürlich nicht gratis. Da der Forstwart nur türkisch spricht, half ein Student aus Ankara und übersetzte die Höhe der Gebühr, sowie sämtliche Formalitäten, welche wir auszufüllen hatten.
Am Büyük Göl (Name des grössten Sees) gibt es viele Frösche und gemäss den doch recht vielen Fischern auch einige Fische. In ca. 15 Min. hatten wir den See zu Fuss „umwandert“. Morgen wollen wir dann die zu den weiteren 4 Seen, welche etwas oberhalb liegen, wandern.

29.7.2012

Kurz vor dem Mittag marschierten wir los, ausgerüstet mit Wanderschuhen und Rucksack. Nachdem wir auf einem schönen Waldweg die 100 Höhenmeter zurückgelegt hatten, waren wir bereits nach einer halben Stunde bei den Seen. Wir blieben nur kurz da. Die beiden Seen an denen wir campierten, sind viel schöner und drum machten wir uns auf den Rückweg. Den Nachmittag verbrachten wir mit Lesen, spielen und in der Hängematte liegen. Auf dem Picknick-Areal herrschte reges Treiben und die Türken haben unglaublich viele Sachen (Esswaren und Zubehör) wenn sie campieren. Es war spannend ihnen zuzuschauen und sie wiederum waren beeindruckt von unserem VW-Bus.

30.7.2012

In gemächlichem Tempo ging‘s über mit Schlaglöchern gespickte Waldwege nach Bolu. Dort stockten wir unsere Vorräte auf, dann fuhren wir weiter nach Akcakoca auf einen Campingplatz. Der Campingplatz ist sehr schön gelegen, mit Blick aufs Meer. Leider Ist die Küste felsig, so dass es keine gute Einstiegsmöglichkeit ins Wasser gibt. Nach einem Spaziergang durch Akcakoca kochten wir unser Nachtessen.

31.7.2012

Heute war Wasch- und Fläzitag auf dem Campingplatz bei Akcakoca.
Gegen Abend gingen wir in den Ort und suchten nach einer Ersatzschraube für einen Campingstuhl. Wir klapperten alle Läden ab, die so aussahen, als könnten sie Schrauben im Angebot haben. Ich hatte eine Schraube als Muster dabei, aber überall wurde der Kopf geschüttelt Deutsch, Englisch oder Französisch sprach leider niemand. Schliesslich kamen wir zu einem Laden und sie schickten uns wieder zurück zu einem, bei dem wir schon gefragt hatten. Ich gab zu verstehen, dass ich dort schon gefragt hätte und so kam ein Mann mit, der sowieso in diese Richtung gehen wollte. Mit seiner Hilfe fanden wir dann eine passende Schraube mit Unterlagscheiben und Mutter. Der Ladenbesitzer schenkte uns das Material. Auf dem Rückweg tranken wir bei einer Teestube kurz vor dem Campingplatz je zwei Tees. Auf unsere 50 TL – Note konnte er nicht herausgeben und er wollte uns die Tees deshalb offerieren. Wir sagten ihm aber, dass wir morgen nochmals vorbeikommen und die Tees dann bezahlen werden.