Athen - Alexandrupolis (11. - 15.)

11.6.2012

Heute ging es früh los, Richtung Stadtzentrum von Athen. Den Hügel mit der Akropolis sieht man schon von weitem. Kurz nach acht waren wir und noch ein paar Care mit Touristen dort. Wir konnten trotzdem noch schöne Fotos von den Tempeln machen. Die verschiedenen Tempel waren alle sehr eindrücklich; vor allem die Säulen-Eingänge haben uns fasziniert. Da die Tempel alle und dauernd restauriert werden, sind sie auch eingerüstet – ein paar mehr, ein paar weniger. Am Eindrücklichsten fanden wir die Lage der Akropolis: rings um den Hügel gibt es tausende von Häusern und dazwischen immer wieder alte Ruinen. Wie riesig diese Stadt wirklich ist, bemerkten wir dann erst recht bei der Wegfahrt. Der Weg führte uns direkt durchs Zentrum, auch vor dem Parlamentsgebäude vorbei. Nach ca. 20 minütigem Verkehrschaos waren wir auf der Strasse nach Thiva und Levadia. Von dort ging es dann wieder bergauf und bergab am Fuss des Mt. Parnassus entlang. Auf dem Weg zu unserem Camping passierten wir Delfi, das wir morgen besichtigen werden. Der Camping Charissa liegt wunderschön am Hang mit Blick zur Bucht von Itéa und einen Tal mit unzähligen Olivenbäumen und das Beste an diesem Camping war: es gab einen Swimmingpool! Bei dieser Hitze und dem trockenen Südwind, war das unsere Rettung.

12.6.2012

Wir beschlossen noch einen Tag länger auf dem Campingplatz zu bleiben und uns die Ruinen von Delfi in Ruhe anzusehen. Gegen neun Uhr waren wir auf dem Gelände und das Thermometer zeigte bereits über 30°. Die Ruinen liegen unterhalb von zwei Ausläufern der Mount Parnassus, auf dem im Winter auch Ski gefahren werden kann. Einmal mehr waren wir beeindruckt von den Ruinen, die hier in einer wirklich einmalig schönen Gegend eingebettet sind. Delfi war einst das spirituelle Zentrum der Griechen und so errichteten hier zahlreiche Stadtstaaten, darunter auch Athen und Marseille, Gabentempel zu ehren der Götter. Neben diversen Tempeln (Der grösste unter ihnen ist Apollo gewidmet.) sind auch ein Theater und ein Stadion zu bewundern. Nach der Besichtigung führen wir zurück auf den Campingplatz und genossen am Nachmittag die schöne Poolanlage.

13.6.2012

Am Morgen machten wir uns auf Richtung Meteora. Unser Navi führte uns gleich zu Anfang über eine schmale, kurvige Passstrasse in eine sehenswerte Gegend, der Weg war aber wohl nicht der Schnellste. Nach diesem kleinen Abstecher fuhren wir auf den Hauptstrassen dem Ziel entgegen. Die Temperatur erreichte schon Stunden vor Mittag die 30° Marke und als wir um 14 Uhr beim Camping eincheckten standen 38° auf der Skala. Wir machten unser Programm für die Besichtigung der Klöster für Morgen und erfrischten uns im Pool des Campingplatzes Vrachos Kastraki.

14.6.2012

Als erstes Kloster besichtigten wir heute Agios Nikolados Anapafsas. Nachdem wir vom Parkplatz den steilen Zugang erklommen hatten, wollten wir den Eintritt lösen. Der anwesende Herr machte Sylvia äusserst unfreundlich darauf aufmerksam, dass sie in ihren ¾-Hosen das Kloster nicht besichtigen darf und Frauen nur in Röcken geduldet sind. Wir hatten beim Eingang die Stofffetzen übersehen, die sich Frauen umbinden konnten, wenn sie keinen Rock trugen. Nachdem wir adäquat gekleidet waren, durften wir, nach dem Bezahlen von je 2 €, in das Kloster. Die Klöster sind in eine aussergewöhnliche Landschaft eingebettet, die mit ihren geschliffenen Felsformationen ein wenig an die Katja Tjuta in Australien erinnert. Von der Strasse zu den anderen Klöstern gab es immer wieder schöne Ausblicke auf die Landschaft. Als zweites Kloster besichtigten wir Metamorphosis. Wir hatten Glück, dass wir wieder einmal vor der grossen Autobus-Flut waren. Auch für diese Besichtigung bezahlten wir (nach dem Umbinden des Rockes) je 2 €. Dieses Kloster ist das grösste und enthielt nebst der Kirche ein paar Museen. Z.B. die alte Küche, der Weinkeller und den Esssaal mit verschiedenen griechischen Persönlichkeiten, welche beim Unabhängigkeitskrieg eine wichtige Rolle spielten. Nach unserer Besichtigung standen die Leute vor dem Eingang und auf den Treppen Schlange. Den Nachmittag genossen wir am Pool auf dem Campingplatz und ruhten uns aus, bevor es dann morgen weiter Richtung Osten geht.

15.6.2012

Das war eine lange Fahrt heute von Kastraki nach Alexandrupolis. Nach ca. 6 Std. Fahrt checkten wir auf dem schönen Campingplatz ein. Nach einer kurzen Ruhepause machten wir noch eine Runde in der Umgebung des Campingplatzes und besorgten uns Tomaten und Brot für das Nachtessen. Zusätzlich kauften wir uns auch noch ein Fläschchen Rezina, den wir am letzten Abend in Griechenland probieren wollten. Per Zufall sahen wir während des Zurückgehens zum Campingplatz ein Beauty-Studio. Sylvia liess eine Pediküre zu einem fairen Preis über sich ergehen. Die Kosmetikerin (welche 4 Jahre in München Kosmetik studiert hatte) nahm es wahnsinnig genau mit der Behandlung der Füsse und so dauerte die Sitzung 2 ½ Std. Der Rezina zum Tomaten-Feta-Salat schmeckte ausgezeichnet. Wir hatten zum Thema Rezina ja die verschiedensten Auskünfte erhalten. Nach einer Runde Scopa gingen wir schlafen. Wir waren ziemlich müde vom langen Fahren und wegen den vielen Mücken, machte es auch keinen Spass den lauschigen Abend draussen zu verbringen.