Igoumenitsa - Athen (6. - 10.)

6.6.2012

Ca. 4.5 h dauerte die Fahrzeit bis Diakopten auf dem Peleponnes. Wir benutzten grösstenteils die Küstenstrassen, welche uns immer wieder schöne Ausblicke bot. In einem kleinen Dörfchen machten wir eine kurze Kaffee-Pause. Es dauerte ca. 10 Minuten bis wir dem Tavernenbesitzer klar machen konnten, dass wir eine Cola und einen Kaffee möchten. Er organisierte dann einen in Australien lebenden Griechen, der unsere Bestellung aus dem Englischen ins Griechische übersetzte. Bei Etoliko assen wir eine Kleinigkeit. Die Meeresenge, die den Peleponnes vom übrigen Griechenland trennt, überspannt zwischen Antirrion und Rion eine imposante Schrägseilbrücke. Für € 13.20 überquerten wir die Brücke und erreichten nach weiteren ca. 20 km Diakopten. In Diakopten kauften wir uns am Bahnhof Fahrkarten für die Bahnstrecke Diakopten- Kalavrita, die wir morgen per Zug fahren werden. Danach suchten wir uns einen geeigneten Übernachtungsplatz. Dank einem Tipp des Billettverkäufers am Schalter fanden wir rasch einen Platz in der Nähe des Hafens.

7.6.2012

Wir standen gemütlich auf, duschten an der Stranddusche und hatten das Gefühl, noch reichlich Zeit bis zur Zugabfahrt zu haben. Um 10.00 fuhren wir los, weil wir beim Bahnhof noch einen Kaffee trinken wollten. Es herrschte bereits reges Treiben auf dem Perron. Verblüfft erkannten wir an der Bahnhofsuhr, dass es bereits eine Stunde später ist; also kurz nach 11.00 Uhr! Wir hatten die Zeitverschiebung von Athen noch nicht realisiert und so wurde nichts aus unserem Kaffee. Wir (und auch andere Touristen) mussten mehrmals nachfragen, bis wir unsere Plätze im Zug fanden. Der Zug oder besser gesagt das Bähndli fuhr pünktlich um 11.15 ab und war rammelvoll.
Das Schüttelbähndli schlängelte sich durch Schlucht und ging immer wieder steil bergauf. Die steilen Passagen mussten mit Zahnradantrieb bewältigt werden. Nach einer Stunde erreichten wir Kalavrita. Obwohl wir in einer Bergregion mit Möglichkeiten für Skisport im Winter angekommen sind, waren die Temperaturen recht hoch. Im ganzen Städtchen werden selber gemachte Konfitüre, Honig, Kräuter und Eingemachtes angeboten. Es war ein hübsches Städtchen mit vielen Tavernen und Läden. Nach einem üppigen Mal spielten wir noch eine Runde Backgammon bis dann unser Zug wieder nach Diakopto zurück fuhr. An unserem bekannten Strandplatz genossen wir einen spektakulären Sonnenuntergang.

8.6.2012

Die Route führte uns heute von der Küste über Patra ins Landesinnere. Die Strassen waren immer wieder „blökiert“ von Hirten mit ihren Schafherden. Mittags erreichten wir Olympia. Wir checkten in dem sehr schön gelegenen Campingplatz Alphios oberhalb der Stadt ein. Nach dem Mittagessen wollten wir noch die archelogischen Stätten besichtigen. Von der Camping-Besitzerin erfuhren wir, dass diese bereits um 15.00 geschlossen werden, weil noch nicht Hauptsaison ist. Sie gab uns noch ein paar weitere Tipps und ereiferte sich dann ziemlich über die Situation in Griechenland. Das Beste was wir und sie tun können, sei beten... Schwache Hoffnung setzte sie noch in die Wahlen, welche in 10 Tagen stattfinden werden. Ob eine neue Regierung das Problem lösen kann, wird sich zeigen.
Die Besichtigung von Olympia verschoben wir dann auf morgen früh und nutzten die Zeit um Wäsche zu waschen und den Swimmingpool zu geniessen.

9.6.2012

Die Ruinen von Olympia sind wirklich eindrücklich. Besonders der Tempel des Zeus muss einmal prächtig ausgesehen haben. Im Stadion sollen einst bis zu 45‘000 Menschen die Wettkämpfe beobachtet haben. Wenn man das so sieht, so möchte man in einer Zeitreise mal die Olympischen Spiele der alten Zeit erleben. Glücklicherweise waren wir heute früh dran, denn nachdem wir den Rundgang beendet hatten, kamen uns scharenweise Reisegruppen entgegen.
Im archäologischen Museum sind viele Statuen und Reliefs zu sehen, die einmal die Bauten geschmückt haben. Auch hier waren die beiden Giebel des Zeus-Tempels, die reich mit Reliefs geschmückt waren und im Museum zu ca. 80% mit den Originalfragmenten rekonstruiert sind wohl am eindrücklichsten.
Nach einer Pause im Ort Olympia machten wir uns auf Richtung Nafplios. Das Navigationsgerät leitete uns über sehr schöne, aber auch kurvenreiche Bergstrassen. In Nafplios machten wir einen Rundgang durchs Städtchen und fuhren anschliessend auf einen Campingplatz.

10.6.2012

Am Morgen machten wir einen Besuch bei den Ruinen von Epidavros. Besonders erwähnenswert hier ist das grosse Theater, in dem heute noch jedes Jahr Festspiele stattfinden. Anschliessend nahmen wir den Weg nach Athen unter die Räder, wo wir um ca. 14 Uhr auf einem Campingplatz eicheckten.
Nach einer Ruhepause werden wir uns heute Abend noch ein wenig in Athen umsehen.