27.5.2012

Wieder wurden wir vom Regen geweckt. Wir machten unseren Bus startklar und fuhren der Bucht von Kotor entlang nach Kotor. Kotor hat einen schönen alten Dorfkern und auch ziemlich viele Touristen. Für 3 Euro konnten wir den Weg hoch zu der Burg von St. Ivan gehen. Von dort oben genossen wir einen wunderbaren Blick über die Bucht und die dahinter liegenden Berge. Nach dem Abstieg gönnten wir uns einen Cappucino für 3 Euro und ein Stück Pizza für ebenfalls 3 Euro. Hier scheint alles 3 Euro zu kosten.
Unser nächstes Ziel war das Kloster von Ostorg. Über sehr abenteuerliche und kurvenreiche Strassen erreichten wir gegen 17 Uhr endlich das Kloster. Wir fuhren direkt zum oberen Kloster. Die richtigen Pilgerer besuchen zuerst das etwas tiefer gelegene Kloster und gehen dann zu Fuss und ohne Schuhe bis zum oberen heiligen Ort. Das Kloster klebt wie ein Adlerhorst im Felsen. Es bot sich uns eine atemberaubende Aussicht inklusive Regenbogen. Auf dem Weg nach unten stoppten wir bei einem Restaurant, wo wir für 10 Euro auf dem Parkplatz übernachten dürfen. In dem 4 Sterne Restaurant ass Beat das beste je gegessene Beef-Steak. Es schmeckte unglaublich gut.

28.5.2012

Die Nacht war kühl aber am Morgen begrüsste uns die Sonne. Wir machten uns auf Richtung Lovcén Nationalpark. Nachdem wir die Eintrittsgebühr € 3.-/Person bezahlt hatten, fuhren wir zum Visitor Center um uns zu informieren. Nach kurzer Rücksprache mit einer Parkrangerin und einer Tour-Operaterin beschlossen wir eine ca. 10 km lange Wanderung auf den zweithöchsten Berg von Montenegro, den Jezerski vrh (1657 müM), zu unternehmen. Auf dem Berg befindet sich das Njegosev Mauzolej, das wir für € 3.-/Person besichtigten. Die Ausblicke vom Berg waren atemberaubend und die anfänglich aufgezogenen Gewitterwolken machten einem strahlend blauen Himmel Platz. Wir konnten auf die Bucht von Kotor herunter blicken, sahen auf die Hauptstadt Podigorica und bis zur Meeresküste. Es war eine wunderschöne gut markierte Wanderung (obwohl wir am Anfang eine kleine Klettertour machen mussten, bis wir auf den richtigen Weg trafen), die uns sicher noch lange in guter Erinnerung bleiben wird. Die Nacht verbringen wir wild campierend mit Blick auf den Jezerski vrh. Morgen werden wir uns einen Campingplatz suchen, damit wir endlich wieder einmal duschen können.

29.5.2012

Die Sonne begrüsste uns am Morgen und die Route führte uns aus dem Lovcén Nationalpark über unzählige Haarnadelkurven Richtung Kotor. Die Aussicht, die sich von der Strasse aus bot war einfach unglaublich. 800 bis 1000 m unter uns lag die Bucht von Kotor und Wolkenfetzen zogen unter uns durch. Zum Glück waren wir etwas früh dran, denn das Kreuzen auf der Strasse war nur an wenigen Stellen möglich und es kamen uns schon die ersten Cars entgegen.
In Sveti Stefan legten wir einen Zwischenstopp ein. Diese kleine, ganz mit Häusern überbaute, Insel, die über einen Damm mit dem Festland verbunden ist, soll gemäss Lonley Planet sehr sehenswert sein. Wir konnten sie aber nur von weitem betrachten, da nur „Gäste“ (mit einer Reservation zum Essen oder Übernachten) die Insel betreten dürfen. So machten wir uns weiter auf den Weg zum Campingplatz bei Ulcinj. Da sind wir nun: frisch geduscht, direkt am Sandstrand und hören das Rauschen des Meeres.

30.5.2012

Flääzitag! D.h. lesen, joggen am Strand, schwimmen im Meer bei ca. 19°, sünnelen und essen. Den Tag beendeten wir mit einem Siedler Kartenspiel.

31.5.2012

Auf dem Weg zur albanischen Grenze kreuzten wir einen Reisecar, der eine Kurve zu eng genommen hatte und mit dem kurveninneren Hinterrad im Abgrund landete. Der Verkehr staute sich deshalb auf beiden Seiten und der verwirrte Carchauffeur versuchte mit wirren Zeichen den Verkehr zu regeln. Der Grenzübertritt nach Albanien gestaltete sich reibungslos. In Lezhe kauften wir in einer Bäckerei Brötchen und bei einem Grillstand Kebab-Würstchen. Danach ging es weiter mit dem Ziel: Dajti Nationalpark bei Tirana. Da unser GPS den Nationalpark nicht fand, fuhren wir quer durch Tirana und mussten mangels Beschilderung mehrmals nach dem Weg fragen. Die Fremdsprachenkenntnisse der gefragten Albaner waren in etwa so gut wie unser Albanisch. Ziemlich entnervt fanden wir doch noch den richtigen Weg. Die Strassen in Tirana sind in einem derart schlechten Zustand, dass hier ein Offroadfahrzeug durchaus Sinn machen würde. Auch der Weg hinauf zum Nationalpark war in einem bedenklichen Zustand, so dass wir erst spät oben ankamen. Nach einer kleinen Erfrischung im Panoramahotel mit schönem Blick über Tirana, suchten wir uns einen Platz zum Übernachten. Ein erster Versuch führte uns in ein militärisches Sperrgebiet und wir wurden von einem korrekt salutierenden Soldaten in Empfang genommen. Beim zweiten Versuch fanden wir einen „schönen“ Platz. Die Aussicht war sensationell, aber, wie bei jedem Rast- oder sonstigem Platz, lag auch hier jede Menge Abfall rum.