Münchenbuchsee -Murter (13. - 19.)

13.5.2012

Gegen Mittag hatten wir alles zusammengepackt und wir machten uns auf den Weg. Über Chur, Davos und den Flüelapass gelangten wir ins Unterengadin.
Hier machten wir noch einen Abstecher nach Samnaun, wo wir unsere Dieselvorräte zu CHF 1.45/l aufstockten und uns eine Pause gönnten.
Nun ging es durch das schöne Südtirol bis nach Mals. Dort schlugen wir auf dem Campingplatz bei starkem Wind unser erstes Nachtlager auf.

14.5.2012

Am Morgen steckten wir uns als Etappenziel Rovinj in Kroatien. Die Fahrt gestaltete sich ruhig und via Trento, Verona, Vicenza, Padova und Trieste erreichten wir die Grenze zu Slowenien und kurz darauf passierten wir den Grenzübergang zu Kroatien. Nach einer weiteren guten Stunde waren wir in Rovinj angelangt, wo wir auf dem Campingplatz Amarin eincheckten. Der Campingplatz hat über300 Abstellplätze. Jeder dieser Plätze ist bereits reserviert – unser Platz wird spätestens am 12.07. wieder in Beschlag genommen. Wir hatten es ruhig und es war angenehm – während der Hochsaison herrscht da bestimmt viel Jubel/Trubel.

15.5.2012

Heute schliefen wir mal richtig aus und besichtigten am Mittag bei schönem aber windigem Wetter das malerische Fischerstädtchen Rovinj. Für den Hinweg benutzten wir das Wassertaxi. Die Anfahrt vom Meer in den Hafen war eindrücklich. Rovinj ist ein hübsches Örtchen, mit vielen bunten Häusern, die aneinander kleben. Überall im Hafen hat es viele Boote: kleinere und grössere Yachten und ganz viele Fischerboote. Die riesige Kirche St. Eufemia umgeben von vielen Häusern und schmalen Gasse thront auf einer Halbinsel. Natürlich gibt es viele Souvenirs , Touristenshops und sehr viele Hotels. Es herrscht eine gemütliche unaufdringliche Mittelmeer-Stimmung. Die Sehenswürdigkeiten sind schnell besichtigt und so machten wir es uns in einer windgeschützten Bucht auf dem Kieselstrand gemütlich.
Das Nachtessen genossen wir in einem hübschen Restaurant in den engen Gassen. Sylvia wählte den Seebarsch und Beat probierte ein typisch kroatisches Essen: Hackfleisch mit Käse. Es schmeckte uns beiden. Zurück zum Campingplatz gingen wir dann zu Fuss.

16.5.2012

Bei starkem Gewitter packten wir heute unsere Sieben-Sachen ein und fuhren los Richtung Plitvice National Park. Bei Rijeka mussten wir eine Umfahrung nehmen. Die Strasse führte uns den Berg hinauf und der starke Regen wechselte plötzlich in Schneefall. So durchfuhren wir bei Schneegestöber die sehr grüne Kvarner-Region. Die Eisheiligen begleiten uns also auch hier! Auf dem Campingplatz Tourist Grabovac warten wir nun, dass der Regen aufhört und es auch wieder wärmer wird.

17.5.2012

Es hat irgendwann aufgehört zu regnen, die Nacht war aber sehr kühl und wir waren froh über die Standheizung.
Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg in den Plitvicka Jezera- Nationalpark.
Es war bewölkt, die Sonne brach aber immer wieder durch die Wolkendecke.
Die Temperatur war um die 10 Grad und es war sehr windig.
Zu Fuss und mit dem Boot erkundeten wir den Park mit den wunderschönen Wasserfällen und den Seen mit kristallklarem türkisfarbenem Wasser. Es war sehr eindrücklich zu sehen, wie sich das Wasser seinen Weg über Steine, durch Wurzeln und Karstfelsen gebahnt hat, um dann in einem unteren Becken zusammen zu fliessen. Insgesamt gibt es 16 Becken, die sich terrassenartig unter einander fügen. Die Fauna und Flora war erst kurz aus dem Winterschlaf erwacht. Der Holunderbusch war noch kaum am Blühen aber das ganze Naturspektakel war von saftigem Grün umgeben. Zwei verschiedene Arten Orchideen haben wir auch entdeckt. Am Ende wurden wir noch mit einem Regenbogen belohnt.
Zurück auf dem Campingplatz genossen wir während des Abendessens die letzten Sonnenstrahlen.

18.5.2012

Die Kälte hielt uns am Morgen noch eine Weile im Bett. Das Wetter war aber schön und wir beschlossen Richtung Küste weiterzufahren. Es bot sich uns eine spektakuläre Kulisse auf dem Hochplateau zwischen den Plitvizer Seen und der Küste.
An der Küste angelangt beschlossen wir uns den Paklenica Nationalpark näher anzuschauen.
Wir unternahmen eine kurze Wanderung durch das Tal, das als Kulisse zu verschiedenen Karl May-Verfilmungen diente.
Nach dem Parkbesuch steuerten wir die Insel Murter unterhalb von Zadar an, wo wir uns morgen mal einen ruhigen Tag machen.

19.5.2012

Heute war „Flääzitag“. Wir blieben auf dem Campingplatz und ruhten uns aus.
Am Abend gab‘s in einem Restaurant im nahegelegenen Ort ein feines Nachtessen.